Dieser Einsatz hat sich wieder ausgezahlt
Die Arbeiterkammer Kärnten präsentiert ihre Rechtsschutz-bilanz 2011. In St. Veit wurden 1,7 Millionen Euro erstritten. In Feldkirchen waren es 400.000 Euro.

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Im Jahr 2011 erstritt die Arbeiterkammer (AK) Kärnten knapp 20 Millionen Euro für Arbeitnehmer - die Kleine Zeitung berichtete. Im Bezirk St. Veit wurden rund 1,7 Millionen Euro zurückgeholt, im Bezirk Feldkirchen waren es gut 400.000 Euro.
Die Rechtsabteilung der AK war auch 2011 am häufigsten mit nicht bezahlten Löhnen und Überstunden konfrontiert. "Es kommt oft vor, dass Überstunden gar nicht oder ohne Zuschläge ausbezahlt werden", sagt Philipp Parteder, AK-Bezirksstellenleiter in St. Veit. "Derzeit ist der Fall einer Arbeitnehmerin gerichtsanhängig, der eineinhalb Jahre lang die Überstunden nicht bezahlt wurden. Dabei geht es um rund 16.000 Euro brutto", so Parteder.
Verfahren noch offen
Im Bezirk St. Veit intervenierte die AK für 189 Beschäftigte bei Konflikten am Arbeitsplatz, der Klagsweg wurde 25 Mal beschritten und in 139 Fällen ging es um Beschäftigte, die von Firmeninsolvenzen betroffen waren. "Die Anzahl der Klagen ist deshalb relativ gering, weil einige Verfahren noch offen sind", sagt Parteder. Auffällig sei, dass immer häufiger Dienstnehmer, die einen Krankenstand in Anspruch nehmen müssen, vom Arbeitgeber am Tag vor dem Krankenstand abgemeldet werden. Hier hilft die AK bei der Durchsetzung der Entgeltfortzahlungsansprüche. Parteder bemüht sich generell, dass Arbeitnehmer rasch zu ihrem Recht kommen: "Ist keine Klage erforderlich, so sollte die Sache innerhalb von zwei bis drei Wochen erledigt sein."
Im Vorjahr intervenierte die AK im Bezirk Feldkirchen in 153 Fällen bei Konflikten am Arbeitsplatz, 32 Beschäftigte waren von Insolvenzen ihrer Arbeitgeber betroffen und 49 Mal musste eine Klage eingebracht wurden. "Mir persönlich wäre es lieber, wenn wir die Fälle ohne Klage regeln könnten", sagt Bezirksstellenleiter Heimo Rinösl. Auf dem Gerichtsweg hätte man unter anderem den Fall einer Arbeitnehmerin, die nach Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft gekündigt wurde, erfolgreich gelöst. Neben nicht bezahlten Überstunden ging es bei den Interventionen auch häufig um Klauseln in Dienstverträgen, wie Nettolohnvereinbarung oder unklare Festlegung von Arbeitszeit und -ort. Rinösl: "Ich appelliere an die Arbeitnehmer, ihren Dienstvertrag vor dem Unterschreiben bei uns überprüfen zu lassen."
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Fakten
Bezirk St. Veit. Gesamt 353 Fälle (1.740.970,19 Euro)
Interventionen. 189 Fälle (142.076,97 Euro)
Klagen. 25 Fälle (151.336,22 Euro)
Insolvenzen. 139 Fälle (1.447.557,00 Euro)
Bezirk Feldkirchen. Gesamt 234 Fälle (431.586,40 Euro)
Interventionen. 153 Fälle (155.256,85 Euro)
Klagen. 49 Fälle (163.634,55 Euro)
Insolvenzen. 32 Fälle (112.695,00 Euro)












