Däniken: "Die Außerirdischen kommen - irgendwann!"
Bestseller-Autor und Außerirdischen-Forscher Erich von Däniken stellt seine Ergebnisse vor - faktenreich, humorvoll und erfrischend lebendig.

Foto © LUNGHAMMER Erich von Däniken diskutiert noch immer gern mit Skeptikern und Zweiflern
Seit 60 Jahren wollen Sie uns überzeugen, dass wir von Außerirdischen besucht wurden.
ERICH VON DÄNIKEN: Richtig. Aber unsere Vorfahren waren Steinzeitleute, wussten nichts von Technik und dachten, das seien Götter. Es gibt aber keine Götter.
Und keine Beweise.
VON DÄNIKEN: Ich habe noch keinen Gegenstand der Prä-Astronauten gefunden. Die gibt es jedoch, etwa die Bundeslade unter der Marienkirche im äthiopischen Axum, aber man kommt nicht heran. Ich durfte nicht einmal Messungen machen.
Das klingt ein wenig nach Indiana Jones oder Star Wars.
VON DÄNIKEN: Die sind vom Däniken'schen Gedankengut infiziert. Der Regisseur Klaus Emmerich hat mich wegen des Maya-Kalenders angerufen, aber ich musste ihn enttäuschen: Der Weltuntergang kommt darin gar nicht vor.
Diskutieren Sie noch mit Skeptikern und Zweiflern?
VON DÄNIKEN: Ja, gern. Aber sie müssen ein oder zwei Bücher von mir kennen.
Wie wichtig ist es für Sie, recht zu haben?
VON DÄNIKEN: Ich habe mit Sicherheit nicht in allen Punkten recht, habe mich oft geirrt oder gutgläubig Dinge erzählt, die sich hinterher als falsch herausgestellt haben. Aber meine Grundidee von den Außerirdischen ist richtig.
Fühlen Sie sich verkannt?
VON DÄNIKEN: Schon, aber mir fehlt jedes Leidentum. Manchmal ärgert man sich eben, dass die Leute nichts begreifen, während du dich so intensiv damit beschäftigt hast.
Man rückt Sie manchmal in die Ecke der Esoteriker.
VON DÄNIKEN: "Bitte glaubt mir nicht", fordere ich meine Zuhörer immer wieder auf. "Prüft es selber nach!" Ich würde mich im Grab umdrehen, wenn irgendwelche Spinner daraus eine Sekte machen würden.
Sie haben ja auch prominente Fürsprecher und Mitdenker.
VON DÄNIKEN: Ein Münchner Ordinarius für Weltraumtechnik hält Besuche Außerirdischer für "denkbar". Ein Sanskrit-Professor aus Kalkutta sieht solche Besuche und ihre Folgen in altindischen Schriften "eindeutig belegt". Ein Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften sagt, meine Hypothesen werden zunehmend Einfluss auf Gesellschaft, Kunst und Leben haben und zur Lösung irdischer Probleme beitragen. Ich könnte so weitermachen, aber es stimmt ja: Mit meiner Deutung ergeben Bibel, Apokryphen, altjüdische Schriften einen anderen Sinn.
Sie stellen 1:40 Stunden lange Vorträge ins Internet und verzichten auf Einnahmen. Warum?
VON DÄNIKEN: Das waren andere, aber mir soll's recht sein. Vielleicht denken manche: "An dem Däniken ist ja doch was dran."
Sie werden im deutschsprachigen Raum anders wahrgenommen als im Rest der Welt.
VON DÄNIKEN: Weil der Prophet im eigenen Land nichts gilt. In den USA und England läuft eine 45-teilige Serie über "Ancient Aliens", die Gold Wall Press in China bringt alle meine Bücher, auch die Romane, auf den Markt.
Was erwartet Ihre Zuhörer in Feldkirchen?
VON DÄNIKEN: Sie sehen von der ersten Sekunde an verrückte Dinge, etwa den See unter der großen Pyramide, von dem Herodot vor 2500 Jahren geschrieben hat. Ich zeige viele Fotos, erkläre den Maya-Kalender - und dass die Außerirdischen eines Tages wiederkommen. Man weiß halt nur nicht, wann . . .
Features
Däniken total in Feldkirchen
Erich von Däniken. Geboren 1935 in der Schweiz, fand schon als Gymnasiast sein Lebensthema.
Werke. Mehr als 50 Bücher und Filme. Gesamtauflage: über 60 Millionen. Erstling: "Erinnerungen an die Zukunft" (1969).
Vortrag. "Däniken total" (1:40 Stunden); Feldkirchen, Stadtsaal, Obere Tiebelgasse 8; Freitag, 9. März, 20 Uhr.












