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    Zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 um 20:16 UhrKommentare

    Bezirk Feldkirchen ist sicherer geworden

    Kriminalstatistik: Feldkirchner Polizei zieht positive Bilanz, die Zahl der Delikte ist im vergangenen Jahr zum Teil stark gesunken. Ebenfalls gesunken ist jedoch auch die Aufklärungsquote.

    Die Feldkirchner Diskothek "Tina" war schon seit Jahren das "Problemkind" in der Feldkirchner Innenstadt. Immer wieder kam es im näheren Umfeld der Diskothek zu Delikten wie Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Nach einer Änderung der Betriebszeitenbeschränkung durch die Bezirkshauptmannschaft schloss die Disco im Frühjahr 2011. Bereits im darauf folgenden Herbst zogen Bezirkshauptmannschaft und Polizei eine positive Bilanz, was einen Rückgang der Delikte betrifft. Diese erste Bilanz findet nun auch in der Jahresstatistik Fortsetzung: Sowohl die Gesamtzahl der angezeigten Fälle als auch die Zahl in einzelnen problematischen Deliktgruppen ist - im Vergleich zu 2010 - zum Teil stark gesunken.

    Der Feldkirchner Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann führt den Rückgang - die angezeigten Fälle bei den Delikten sanken von 1210 auf 1068 und somit um 11,7 Prozent - des Weiteren auf ein kriminalpolizeiliches Gesamtkonzept, das vor allem die Präsenz der Polizei und die Prävention beinhaltet, zurück: "Auch im Jahr 2011 wurden im Bezirk Feldkirchen in den Bereichen Präsenz, Prävention und Deliktsklärung ganze Bündel polizeilicher Umsetzungsmaßnahmen getroffen. Beispielsweise vorgegebene Kontrollblöcke zur Nachtzeit mit Fahrzeug- und Personenkontrollen gegen reisende Tätergruppen, Schwerpunktkontrollen - vorwiegend an den Wochenenden zur Nachtzeit in der Innenstadt und bei Veranstaltungen - gegen Gewalt, Missbrauch von legalen und illegalen Drogen sowie zum Schutz der Jugend."

    Bessere Voraussetzungen

    Auch die Voraussetzungen zur Klärung von Straftaten wurden, so der Bezirkspolizeikommandant, durch zusätzliche Schulungen von Mitarbeitern, Forcierung von Spurensicherungen, Verfeinerung von Analyseverfahren oder Neuausstattungen mit hochauflösenden Digitalkameras verbessert. Vorbeugend wurde insbesondere durch Projekte in Schulen, Vorträge und Einzelberatungen sowie durch präventive Rechtsaufklärung gearbeitet.

    "Große Brocken"

    Aber nicht nur die Zahl der Delikte, sondern auch die Aufklärungsquote ist 2011 gesunken, und zwar von 57,7 auf 52,5 Prozent. Laut Holzmann liege man damit im Vergleich zu anderen Kärntner Bezirken noch immer im vorderen Mittelfeld und er spricht von einem "schönen und achtenswerten Erfolg". "Beispielsweise haben wir bei den Gewaltdelikten eine Aufklärungsquote von mehr als 90 Prozent", so Holzmann, der auch auf ein paar "große Brocken", die man 2011 hat lösen können, verweist. Unter anderem konnten zwei Serieneinbrecher, die mindestens vier Tresoreinbrüche in Kärnten verübt hatten, und ein weiterer Serieneinbrecher, der nach 31 Wohnungseinbrüchen und einer stundenlangen Verfolgungsjagd, unter anderem mit dem Polizeihubschrauber, gestellt werden. Aufsehenerregend war auch der bewaffnete Raubüberfall auf die Sparkasse Bodensdorf, bei dem der Täter nach wenigen Tagen verhaftet werden konnte.

    HANNES STEINMETZ

    FAKTEN

    Angezeigte Fälle. 2010 wurden 1210 Fälle angezeigt, 2011 waren es noch 1068. Das entspricht somit einem Rückgang von 11,7 Prozent

    Körperverletzung. Von 134 auf 114 Fälle gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 14,9 Prozent

    Schwere Körperverletzung. Von elf auf fünf Fälle und somit um 54,5 Prozent gesunken

    Diebstahl. Von 241 auf 233 Delikte gesunken (-3,3 Prozent)

    Einbruchsdiebstahl. Von 110 auf 87 Fälle und somit um 20,9 Prozent gesunken

    Suchtgiftdelikte. Von 94 auf 50 Fälle gesunken

    Aufklärungsquote. 2010 lag die Quote bei 57,7 Prozent, 2011 sank diese auf 52,5 Prozent; man liegt damit im Mittelfeld in Kärnten

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