Hund "Unique" rettete Mann vor dem Erfrieren
Feldkirchner erlitt Schwächeanfall, stürzte und drohte zu erfrieren. Vierbeiner der Rettungshundebrigade fand den Mann, der eine Stunde bei 0 Grad zwischen Mülltonnen völlig hilflos auf dem Boden gelegen war.

Foto © SchusserCornelia Friesser (25) mit ihrem dreijährigen Golden Retriever Liebling "Unique". Sie sind ein eingespieltes Team
Dieser Hund verdient die Lebensrettermedaille: Golden Retriever "Unique" ist drei Jahre alt und dient seit seinem vierten Lebensmonat in der Kärntner Rettungshundebrigade. Am Montag wurde der gelehrige Vierbeiner zum "Helden".
Es war kurz vor 12 Uhr, als die 25-jährige Studentin Cornelia Friesser ihr Haus in Feldkirchen verließ, um mit "Unique" wegzufahren. "Er war nicht angeleint. Am Gartentor ist er plötzlich losgelaufen. Zu einer etwa 70 Meter entfernten Müllinsel", schildert die ambitionierte Hundeführerin und angehende Juristin.
"Plötzlich hat Unique angeschlagen. Das Bellen hat mir sofort gesagt, dass etwas sein muss. Denn grundlos gibt mein Hund nicht Laut", erzählt Friesser. Die Studentin lief sofort los und ihr Gefühl sollte sie nicht täuschen: Der Rüde stand vor einem älteren, benommen auf dem Boden liegenden Mann. Die Hundeführerin verständigte sofort die Rettung und leistete Erste Hilfe. Die hinzugekommene Notärztin stellte fest, dass der Mann mindestens eine Stunde bei Temperaturen um die 0 Grad auf dem Boden gelegen war.
Er wurde mit dem Notarztwagen mit Verdacht auf Unterkühlung ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Für Cornelia Friesser, sie ist seit 2004 Rettungshundeführerin mit Herz und Leidenschaft, steht fest: "Unique hat bewiesen, dass ein Rettungshund keinen Einsatzbefehl braucht."
Montagnachmittag war das Duo übrigens schon wieder auf dem Hundeübungsplatz, um für den nächsten Ernstfall zu trainieren. "Die Abstimmung zwischen Tier und Mensch ist sehr wichtig, oft überlebenswichtig", betont Cornelia Friesser.










