Ara Schuhe gehen wieder gut
Ara in Feldkirchen schließt 2011 mit dem besten Ergebnis seit der Schließung der Produktion ab. Und wächst im Export.

Foto © Traussnig
Mit dem Verkauf der Sommerware 2012 ist man in den letzten Zügen. Ab Ende Jänner sind schon wieder die Winterschuhe 2012/2013 dran. Und es wird immer mehr Arbeit für Ara Schuhe in Feldkirchen. Seit 2006 die Produktion geschlossen wurde, hat sich die Kärntner Firma innerhalb des Konzerns mit 8000 Mitarbeitern und zehn Millionen Paar Absatzmenge (dem auch die Marken Salamander, Think! und Superfit gehören) zu einer veritablen Säule in Sachen Vertrieb und Logistik hochgearbeitet.
Feldkirchen ist der einzige Ara-Standort in Österreich: Von hier aus wird der gesamte Verkauf für Zentral- und Osteuropa sowie für Italien, Finnland und natürlich auch Österreich bewerkstelligt. Insgesamt 15 Märkte werden von Kärnten aus betreut. Zur Ara Shoes Österreich gehören unter anderem die Ara Hungary, Ara Polska oder Ara Croatia. Das Unternehmen fährt hier eine doppelte Strategie: Man hat eigene Marken-Shops, sogenannte Monomarkenstores. Es gibt aber auch Händler, die Ara neben anderen Marken führen.
Von Kärnten nach Amerika
Das zweite Geschäftsfeld für Feldkirchen ist die Versand-Logistik für die Ara-Produktionen aus Rumänien und Asien. Die Ware kommt nach Feldkirchen, wird kundenbezogen kommissioniert, fristgerecht verpackt, vorgelagert und dann liefertermingerecht verschickt. Auch die Logistik für den amerikanischen Absatzmarkt wird von Kärnten aus aufgebaut. Wenn zum Beispiel ein Kunde in den USA einen Stiefel mit zwölf Paar für Liefertermin Ende August bestellt, wird das von Ara Austria in Feldkirchen so gesteuert, dass die Stiefel pünktlich in Amerika ankommen.
Zum Stammpersonal von 80 Leuten hat Geschäftsführer Herbert Linninger in Feldkirchen daher noch 20 Leasing-Mitarbeiter aufgenommen. Auch die Ware vom Ara-Werk in Addis Abeba (Äthiopien) wird künftig von Kärnten aus verkauft.
"Wir stehen mit einer hervorragenden Ertragssituation da und werden heuer mit 100 Millionen Euro Umsatz abschließen", sagt Linninger. Ein sehr gutes Ergebnis: Im Vorjahr waren es 89 Millionen.
Die Nähe der Häfen Koper und Triest sei dabei mehr als hilfreich. "Und wir stehen beim neuesten Firmenranking in Kärnten umsatzmäßig immerhin auf Platz 24." Bei den Schuhpreisen rechnet Geschäftsführer Linninger für die gesamte Branche mit einer Erhöhung. "Sie steigen leicht, weil auch die Rohmaterialien sich verteuern. Dazu kommt noch die Lohnerhöhung."












