Vier Frauen mit einem Herz für Afrika
Feldkirchner Fachhochschul-Studentinnen absolvierten mehrmonatiges Praktikum in Tansania. Sie halfen dort Kindern und Familien.

Foto © GraimannAndrea Gandler, Christina Zerza, Bianca Wulz und Andrea Komar (von links) kurz nach ihrer Rückkehr
Wörter wie "mambo" oder "pole pole" haben Andrea Gandler, Andrea Komar, Christina Zerza und Bianca Wulz in den vergangenen Monaten sehr häufig gehört. Denn: "Die Kisuaheli-Wörter, die "Wie geht es dir?" und "Immer schön langsam" bedeuten, sind in Tansania geflügelte Wörter und werden zu jeder passenden Gelegenheit verwendet", erzählt Andrea Gandler. Sie und ihre Kolleginnen, die an der Fachhochschule Kärnten in Feldkirchen studieren, haben ein wahres Abenteuer erlebt. Die Studentinnen absolvierten nämlich ihr Praktikum in Tansania in Ostafrika.
Vier Monate dauerte ihr Einsatz, von dem sie kürzlich zurückgekommen sind. Für das Praktikum haben sie sich freiwillig gemeldet und sie mussten sämtliche Kosten wie Flug, Unterkunft und Verpflegung selbst tragen. "Das, was wir beim Praktikum in unseren Einsatzstellen gelernt haben, war diesen Aufwand aber auf jeden Fall wert", sind sich die vier jungen Frauen einig.
"Überall willkommen"
Während Gandler und Zerza bei der SOS-Kinderdorf-Organisation in Dar es Salaam arbeiteten, waren Komar und Wulz bei einer indisch-katholischen Organisation tätig, die Frauen und Kindern, die Opfer von Menschenhandel wurden, hilft. Kinder wurden von ihnen betreut, Familien unterstützt. Auch Englischkurse standen auf dem Programm. Da die Studentinnen ständig in Kontakt mit den Menschen waren, lernten sie schnell deren Mentalität kennen. "In Tansania ist man überall willkommen und die Gastfreundschaft ist einfach beeindruckend. Außerdem wird man von Familien quasi als Bruder oder Schwester aufgenommen und auch so behandelt, wenn man bei ihnen wohnt", sagt Bianca Wulz, die zusätzlich zu den vier Praktikumsmonaten auch schon ein Auslandssemester an einer Universität in Dar es Salaam absolviert hat.
Neben vielen schönen Momenten gab es auch schwierige Situationen, die es zu meistern galt. So erkrankte Andrea Komar, und ihr Zustand verschlechterte sich im Spital nach einem allergischen Schock. Dass die Ärzte dabei alles taten, um sie wieder gesund zu bekommen, dafür ist die Studentin dankbar. Obwohl alles gut ausgegangen ist, bleibt dennoch ein mulmiges Gefühl.
Vergleichsweise harmlos präsentierte sich den jungen Frauen der chaotische Straßenverkehr, der in Tansania nach dem Prinzip des Stärkeren funktioniert. Aber dazu meinen die Studentinnen mit einer gewissen Ironie nur: "Auch diesen haben wir überlebt". Ihre Begeisterung für Afrika und die Menschen ist ungebrochen - auch deshalb, weil sie bei Ausflügen die Möglichkeit hatten, das Landesinnere näher kennenzulernen. So war der Ngorongoro-Krater, der als Wiege der Menschheit gilt, für Andrea Gandler der absolute Höhepunkt, der ihre Liebe zu Afrika endgültig entflammt hat.
Features
Fakten
Lage. Tansania ist ein Staat in Ostafrika. Er liegt am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambik im Süden
Hauptstadt. Dodoma
Amtssprache. Swahili
Fläche. 945.087 Quadratkilo-meter
Einwohner. Rund 41 Millionen












