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Zuletzt aktualisiert: 05.11.2011 um 20:16 UhrKommentare

Für sie ist das ganze Jahr Weihnachten

Die Feldkirchner Krippenfreunde stecken mitten in "ihrer" Saison. Im Sommer wurden in Italien Materialien für die Krippenbaukurse gesammelt, die derzeit laufen.

Die "Krippenfreunde Feldkirchen in Kärnten" verbringen in diesen Tagen und Wochen viel Zeit in ihrer selbst renovierten Werkstätte im ehemaligen Bürgerspital. "Wir treffen uns das ganze Jahr über. Die Hauptsaison hat Mitte September begonnen und dauert noch bis Mitte November an", sagt der Obmann des Vereins, Heinz Eichler. Mitte November wird dann mit dem Aufbau der Ausstellung "Feldkirchen - Stadt der Krippen" im Gewölbe der Fachhochschule begonnen.

150 Krippen

"Wir werden heuer ungefähr 150 Krippen präsentieren, vom typischen Kärntner Modell bis hin zur orientalischen Krippe", so Eichler, der als Krippenbaumeister eine dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Als eine von wenigen Personen im Verein kann er auch selbst Krippenfiguren schnitzen. Der Obmann betont, dass jedes kleine Element der Krippe seine Bedeutung hat: "Wasser steht für Reinheit und Leben. Der Zaun stellt die Abgrenzung zum Bösen dar."

Heuer wurde bereits im Sommer mit dem Sammeln von Materialien für den Krippenbau begonnen. "Wir waren in Italien, im Fellatal, und haben dort Schwemmholz gesammelt - das ist eine Rarität. Die Wurzeln stammen aus den Kärntner Bergen", so Eichler.

Der Feldkirchner Krippenbauverein, der im Februar 2005 von Waltraud Jakobitsch und Heinz Eichler gemeinsam mit Maria Kemperle, Harald Pacher und Gerhard Gärtner gegründet wurde, besteht heute aus insgesamt 75 Mitgliedern, fünf davon sind Krippenbaumeister, drei sind Helfer und einer ist "Lehrer". Der Obmann erklärt die Stufen der Ausbildung: "Nach einem Jahr wird man zum Helfer, nach einem weiteren Jahr zum ,Lehrer'. Für die Meisterprüfung muss man dann eine Krippe nach bestimmten Vorgaben anfertigen."

Bausätze vorbereitet

Derzeit betreuen die Krippenfreunde drei Volksschulen, um jeweils mit den Schülern der vierten Klassen Krippen zu bauen. "Wir haben im Sommer 80 Bausätze vorbereitet, weil die Kinder nicht mit Sägen arbeiten dürfen", sagt Waltraud Jakobitsch, die, wie Eichler, seit der Gründung des Vereins im Februar 2005 mit dabei ist. Die Schulkinder sammelten selbst Moos, Heidelbeerkraut und Rinde. Nun werden in den Schulen in fünf bis sechs Wochen mit jeweils zwei Wochenstunden die Krippen fertiggestellt. Für Jakobitsch ist das Schöne an ihrer Arbeit, dass "der christliche Grundgedanke des Weihnachtsfestes mit der Krippe in die Bevölkerung hinausgetragen wird".

Hermann Preuer, stellvertretender Obmann der "Krippenfreunde Feldkirchen in Kärnten", ergänzt seine ganz persönlichen Motive, sich im Verein zu engagieren: "Für einen Pensionisten ist das eine sinnvolle Freizeitgestaltung, momentan bin ich fast täglich in der Werkstätte."

Immer wieder finden in der Werkstätte auch Krippenbaukurse statt, meist an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Für eine Krippe muss mit einer Arbeitszeit von rund 40 Stunden gerechnet werden.

Interessierte können sich bei Heinz Eichler unter der Telefonnummer 0664-737 181 46 melden.

SUSANNE LAGGNER- PRIMOSCH

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