Der Stangerlwald wurde "gerodet"
Pilotprojekt ging nun in Annenheim zu Ende. Bis Sommer 2012 wird Ortsdurchfahrt neu gestaltet.
Der Winter naht und der "Stangerlwald" lichtet sich. Gestern wurden die letzten vier Stangerln auf der B 94 Ossiacher Straße in Annenheim entfernt. Damit geht ein Pilotprojekt zu Ende, das vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde, um für mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärmbelästigung zu sorgen. Im kommenden Frühjahr soll die Ortsdurchfahrt Annenheim nun baulich neu gestaltet werden.
"Durch dieses Pilotprojekt wissen wir, welche baulichen Gestaltungen sinnvoll sind", sagte Landeshauptmann Verkehrsreferent Gerhard Dörfler gestern bei einer Pressekonferenz. Die Fahrbahn soll verengt werden. Im Zuge dessen soll das Rad- und Gehwegenetz erweitert werden. In der Mitte der Fahrbahn soll ein sogenannter Mehrzweckstreifen als Fahrbahnteiler fungieren. "Dieser hat den Zweck, dass Fußgänger die Bundesstraße künftig sicherer überqueren können", so Straßenbauamtsleiter Hubert Amlacher. Kosten soll das Vorhaben rund 400.000 Euro. Bis Sommer 2012 wird die Ortsdurchfahrt Annenheim fertig sein. Laut Dörfler habe schon das Pilotprojekt zu einer Verbesserung der Sicherheit beigetragen: "Obwohl es bei den Durchfahrenden für Unverständnis sorgte, kam es bei den Anrainern gut an. Nur mehr drei Prozent der Pkw fahren auf dieser Strecke über 60 km/h."
Wieder aktiv
Mit in den Umbau eingebunden werden soll auch die Annenheimer Kreuzung zum Südufer, wo es durch die bisherigen Maßnahmen zu Staus gekommen ist. Amlacher: "Die gesperrte Rechtsabbiegespur auf die Bundesstraße wird wieder aktiviert, damit vor allem die Busse ihre Zeitvorgabe einhalten können. Dafür kommt der Linkseinbiegestreifen Richtung Landskron weg." Mit dieser Lösung zeigt man sich nun zufrieden. "Wir überlegen auch, in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h einzuführen, aber Feinabstimmungen wie diese sind erst im Entstehen", so Amlacher.










