Weltreisende "besuchen" die Stadt
Der Historiker Wilhelm Wadl referiert über "Weltreisende aus Kärnten".
FELDKIRCHEN. Der "Kulturverein Feldkirchen" lädt am kommenden Mittwoch zu einem Vortrag von Wilhelm Wadl in den Amthof. Unter dem Titel "Weltreisende aus Kärnten" berichtet der Historiker und Direktor des Kärntner Landesarchivs über die Schicksale zweier Personen, die vor rund 200 Jahren in die weite Welt aufbrachen.
"Das Reisen war damals natürlich ganz anders als heute", so Wadl. Anna Forniris-Hafner, Bauerntochter aus Schleichenfeld bei Pichlern, schaffte es bis in den Orient. Sie war teilweise verschleiert, auf Pferden, mit Packtieren unterwegs. Nach dem Tod ihres Ehemannes - ein Kaufmann - führte die Witwe das Unternehmen fort. Unter anderem betrieb die Weltreisende Handel im heutigen Iran und in Ägypten. "1840 kam sie nach über 40 Jahren in ihre Heimat zurück, schrieb ihre Geschichte auf und verschwand im Nichts", sagt Wadl. In seinem Vortrag erzählt er außerdem von Leonhard Eisenschied aus Gurk, der Ende des 18. Jahrhunderts wie Robinson Crusoe als Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel strandete. SUSANNE LAGGNER-PRIMOSCH
Features
FAKTEN
Vortrag. "Weltreisende aus Kärnten"
Referent. Wilhelm Wadl, Leiter des Landesarchivs
Veranstalter. "Kulturverein Feldkirchen"
Wann? 12. Oktober, 19.30 Uhr
Wo? Amthof Feldkirchen












