Investor hofft auf wenig Gegenwind
Das Unternehmen "Carinthia Winds" plant auf der Hochrindl die Errichtung eines Windparks. Noch in diesem Jahr soll auf der Alm mit ersten Windmessungen begonnen werden.

Foto © PenzWindräder: Ein Anblick, wie man ihn in Kärnten noch nicht kennt.
Massiver Gegenwind blies Investoren bisher in Bezug auf die Errichtung von Windrädern auf dem Dobratsch oder der Petzen entgegen. Ein Windpark ist nun, wie berichtet, auch auf der Hochrindl angedacht. Errichter ist "Carinthia Winds", ein österreichisch-deutsches Unternehmen. Projektentwickler Werner Feuerabend sprach mit der Kleinen Zeitung über die Pläne.
Über die Zahl und auch die Größe der Windräder, die künftig auf der Hochrindl stehen könnten, will und kann, wie er sagt, Feuerabend noch keine Auskunft geben: "Eine Zahl zu nennen, das wäre wie Kaffeesudlesen. Die Stückzahl wird von der Genehmigung abhängen." Bis man eine solche Bewilligung in Händen hält, ist jedoch ein langer Instanzenweg zu bewältigen. Beispielsweise der Umweltschutz, der Naturschutz, die Vogelkundler oder auch die Jäger müssen zustimmen.
Gute Werte
Jetzt sind aber einmal Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft am Zug. Für Messungen soll noch in diesem Jahr auf der Alm ein kleines Windrad aufgestellt werden. Grundsätzlich habe die Hochrindl laut einer österreichweiten Windkarte gute Werte. Feuerabend: "Der Berg ist durchwegs interessant. Allerdings werden wir jetzt erst einmal den Jahreswert ermitteln, um dann zu entscheiden, ob ein Windpark rentabel wäre oder nicht." Auch über den potenziellen Standort kann der Projektentwickler zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genaue Auskunft geben. Dass es sich dabei - wie kolportiert wurde - um das Gebiet in Richtung Weißes Kreuz/Lattersteig handeln könnte, schließt Feuerabend aber nicht aus. Mit Grundstückseigentümern werde aber erst dann verhandelt, wenn ein Okay für das Projekt Windpark Hochrindl zu erwarten ist.
Generell hofft Feuerabend im Falle der Hochrindl auf weniger Gegenwind, als dies bisher bei anderen geplanten Projekten auf dem Dobratsch oder der Petzen der Fall war.
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Hintergrund
Grundsatzbeschluss. Im Albecker Gemeinderat war die Errichtung eines Windparks auf der Hochrindl bereits Thema. Die Mandatare haben mehrheitlich ihr grundsätzliches Interesse daran bekundet. Kritik kommt hingegen unter anderem von Vizebürgermeister Rudolf Reiner (ÖVP). Er meint, die Windräder würden die Alm ruinieren und seien mit einem Naturpark nicht zu vereinbaren. Zu den Plänen nicht äußern wollte sich bisher Albecks Bürgermeister Siegfried Unterweger (FPK).











