Aus Steinen entsteht neue Welt
Im Herbst wird mit dem Bau des Museums "Versteinerte Welten" in den Nockbergen begonnen.

Foto © GraimannDer Großteil der Exponate, die im Nockalmhof zu sehen sein werden, wurde auf der Nockalm gefunden
Die Lokale Aktionsgemeinschaft (LAG) "Nockregion-Oberkärnten" und das Land haben ihren Segen gegeben, vor Kurzem wurde auch die Baugenehmigung erteilt. Dem Bau des Museums im Nockalmhof direkt an der Nockalmstraße, in dem 300 Millionen Jahre alte Funde aus den Nockbergen zu sehen sein werden, steht somit nichts mehr im Wege.
"Demnächst werden wir die Arbeiten ausschreiben. Ich denke, dass noch im heurigen Herbst, in jener Zeit, in der die Nockalmstraße nicht mehr so stark befahren ist, mit dem Zubau zum derzeit leer stehenden Nockalmhof begonnen werden kann", sagt Dietmar Rossmann, Direktor des Nationalparks Nockberge. Zeitgleich mit der Ausschreibung beginnt der zweite Teil des Projektes, nämlich die Vorbereitung der Exponate. Zu sehen sein werden tierische und pflanzliche Funde wie Muschelbänke oder Schachtelhalme, die die geologische Entwicklung der Nockalm widerspiegeln.
"Es ist zwar ein sehr ehrgeiziger Plan, aber wir wollen das Museum im Frühsommer 2012 eröffnen", so Rossmann. Der Nockalmhof, der vom Land Kärnten gekauft wurde, wird umgebaut und erweitert. "Auf insgesamt 200 Quadratmetern werden die Exponate präsentiert", sagt Ursula Feist, Regionalmanagerin der LAG "Nockregion-Oberkärnten", die in das Projekt mit eingebunden ist. Auf den restlichen 100 Quadratmetern soll unter anderem ein Informations- und Verkaufsstand entstehen.
Für den inhaltlichen Teil des Projektes, nämlich die Vorbereitung der Exponate, sind 200.000 Euro veranschlagt, die Kosten für den Um- und Zubau des Nockalmhofes will Rossman nicht nennen. Die Ausstellung selbst, Rossmann bezeichnet sie als österreichweit einzigartig, ist in vier Sprachen erklärt - nämlich Deutsch, Englisch, Italienisch und Slowenisch.
Features
Fakten:
Was? 300 Millionen Jahre alte Funde, die die Entstehung der Nockalm widerspiegeln
Wer? Projektträger sind der Verein Entwicklung Biospährenpark Nockberge, die vier Nockalm-Gemeinden, der Nationalpark sowie die Großglockner Hochalpenstraßen AG
Wann? Die Ausstellung soll im Frühsommer 2012 beginnen











