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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2011 um 09:15 UhrKommentare

Ein Schloss wird zur Bühne für die Kunst

Rund um Schloss Albeck beginnt heute das aus Maria Saal abgewanderte Internationale Holzbildhauersymposium. Zehn Künstler aus neun Nationen kann man dort in Aktion erleben.

Einer der Künstler: der Schweizer Jean Paul Falcioni bei der Arbeit

Foto © privatEiner der Künstler: der Schweizer Jean Paul Falcioni bei der Arbeit

Berge, ein altes Schloss, eine grüne Wiese und einige dicke Baumstämme. Was an eine Momentaufnahme aus einem Heimatfilm erinnert, ist der Schauplatz des "Internationalen Holzbildhauersymposiums". Dies findet zum ersten Mal rund um Schloss Albeck statt und beginnt heute. Die Werke, die unter dem Motto "Engel und Dämonen" entstehen, sollten in Zukunft die "Engelpfade Albeck" künstlerisch bereichern (die Kleine Zeitung berichtete).

Initiatorin des Symposiums ist Elisabeth Sickl, Schlossherrin und Obfrau des Vereines "Engeldorf Albeck". Für sie sind die Bedingungen rund um das Schloss ideal. "Ich werde den Künstlern auch die Ortschaft Sirnitz zeigen, wo die Werke zukünftig Platz finden sollen. Dabei können sie sich von den Örtlichkeiten inspirieren lassen", so Sickl. Insgesamt zehn Künstler - fünf Männer und fünf Frauen - aus neun Nationen werden heute ans Werk gehen. Es handelt sich um allesamt renommierte Bildhauer, die auch bereits beim Symposium in Maria Saal am Werk waren. Zur Verfügung stehen ihnen insgesamt 24 Baumstämme, vorwiegend Lerche, aber auch Eiche, Esche und Ahorn, aus denen bis zum 15. Juli Engel oder Dämonen entstehen sollen. Gearbeitet wird, sofern das Wetter es zulässt, täglich. Interessierte können den Künstlern auch über die Schulter schauen.

Fortsetzung folgt

Eine Wiederholung des Symposiums, das morgen Abend um 19 Uhr offiziell eröffnet wird, ist auch in den kommenden Jahren geplant. Das genaue Motto steht noch nicht fest, es wird aber auch in den nächsten Jahren thematisch um das Thema Engel kreisen. "Im kommenden Jahr laden wir teilweise andere Künstler ein, die wieder einen ganz anderen Zugang zum Thema Engel haben. So entsteht eine große Vielfalt", so Sickl: "Es ist in diesem Zusammenhang auch spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Zugänge die einzelnen Künstler zum Thema ,Engel und Dämonen' haben und was sie aus dem Ausgangsmaterial, das für alle das gleiche ist, machen."

Einen eher praktischen Zugang zu diesem Thema hat der österreichische Vertreter des Symposiums, der Liebenfelser Bildhauer Andres Klimbacher. "Mir gehen noch mehrere Dinge durch den Kopf. Das Ausgangsmaterial ist aber ein wesentlicher Faktor. Wenn ich einen langen dünnen Stamm bekomme, dann wird etwas himmelwärts Strebendes, Engelhaftes daraus entstehen, aus einem dicken Stamm ein Dämon in ungewöhnlicher Art und Weise", so Klimbacher, der auch die Symposien in Maria Saal mitorganisiert hat: "Ich bin ein an sich nicht sehr spiritueller Mensch aber ich setze mich mit dem Thema ,Engel und Dämonen' gerne auseinander."

HANNES STEINMETZ

Fakten:

Wann? Von heute bis zum 15. Juli

Wo? Rund um Schloss Albeck

Wer? Jean Paul Falcioni (Schweiz), Andres Klimbacher (Österreich), Ana Kovacic (Kroatien), Elisabeth Ledersberger-Lehoczky (Ungarn), Katharina Lüdicke (Deutschland), Roberto Merotto (Italien), Czeslaw Podlesny (Polen), Tanja Röder (Deutschland), Pavel Spelda (Tschechien), Ursa Toman (Slowenien)

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