Jäger schießen nicht mehr scharf
Streit um Jagdgebiet Klein St. Veit und Jagdverein Winkl könnten bald aus dem Weg geräumt sein.
Der Jagdverein Winkl, Gemeinde Reichenau, und die Grenzziehung des Jagdgebietes Klein St. Veit sorgten in den vergangenen Monaten für Wirbel in der Feldkirchner Jägerschaft (die Kleine Zeitung berichtete). Mit Letztgenanntem befasst sich sogar der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS). In beiden Fällen scheint nun eine Lösung in Sicht.
Als Obmann des Jagdvereines Winkl geriet Ewald Pertl, gleichzeitig Bezirksjägermeister, zu Jahresbeginn ins Schussfeld eines anonymen Kritikers. Ihm wurde unterstellt, unrechtmäßig an die Spitze des Jagdvereines gelangt zu sein. Auch der Vorwurf des Amtsmissbrauchs wurde erhoben. Pertl stellt klar: "Ich wurde am 1. April dieses Jahres zum Obmann des Jagdvereines gewählt. Das Ergebnis war einstimmig. Diese Streitereien werden von außen in den Verein getragen."
"Alles korrekt gelaufen"
Rechtsanwalt Wilhelm Eckhart, Vertreter der Gegner Pertls, stellt eine Einigung in Aussicht: "Die Sachlage ist kompliziert. Pertl wurde nicht verurteilt. Meine Mandanten haben mit Pertl einen Vergleich erzielt. Der muss von der Mitgliederversammlung des Jagdvereines Winkl erst abgesegnet werden". Auch der Amtsleiter der Gemeinde Reichenau Heribert Rossmann, stellt klar: "Auf Behördenebene ist alles korrekt abgelaufen".
In einem weiteren Streitfall, er betrifft das Jagdgebiet in Klein St. Veit bei Feldkirchen, scheint eine Lösung nah zu sein. Dort muss, aufgrund eines Streites um einen Grundtausch, ein Verwalter jene Aufgaben erledigen, für die sonst 20 Jäger im Einsatz sind. Bezirksjägermeister Pertl hofft auf Entspannung. "Es hat in der Vorwoche eine Verhandlung gegeben. Ich rechne in den nächsten 14 Tagen mit einer Entscheidung mit aufschiebender Wirkung". Aufschiebende Wirkung bedeutet, dass auch wenn der Streit um die Jagdflächen weitergeht, die 1008 Hektar große Gemeindejagd wieder von den 30 Jägern "normal" bewirtschaftet wird.











