Mit der richtigen Technik zum schönen Buschen
Die "Dorfgemeinschaft St. Martin aktiv" lädt heute zum Palmbuschen-Kurs auf den Feldkirchner Hauptplatz. Die Kleine Zeitung hat den Profis schon vorab über die Schultern geblickt.
Zwischen 15 und 20 Palmzweige, Weidenruten, Äste von Wacholderbeersträuchern, Buchsbaumzweige, eine Gartenschere und ein Messer - das sind die "Grundzutaten" für einen traditionellen Palmbuschen. Wer jetzt nicht weiß, wie aus den Einzelteilen ein Ganzes wird, der kann heute auf dem Feldkirchner Hauptplatz noch einiges lernen. Zwischen 10 und 12 Uhr zeigen die Profis der "Dorfgemeinschaft St. Martin aktiv" wie es richtig gemacht wird. Die Kleine Zeitung hat Franz Unterberger und Karl Simonitti schon vorab über die Schultern geblickt.
Das Wichtigste ist für die Beiden das Ausgangsmaterial, sowohl bei den Palmzweigen als auch bei den Weidenruten, die zum Binden verwendet werden. Die Zweige dürfen nicht zu trocken sein. "Wir verwenden ausschließlich Materialien, die in der Natur vorkommen. Den Buschen mit Draht zu binden, kommt für uns nicht infrage", so Simonitti, der sich beim Zusammenbinden auf die klassische Art spezialisiert hat. Zu Beginn nimmt er zwischen 15 und 20 Palmzweige und fasst sie zusammen wie einen Blumenstrauß. Danach spaltet er einen dünnen Weidenzweig, mit dem er den Schaft umwickelt. Das Ende dieses Zweiges "versteckt" man im Palmbuschen. Danach werden die Stiele der Palmzweige auf eine einheitliche Länge gestutzt. Zum Schluss steckt man noch einen etwas angespitzten Stock in den Buschen, damit man diesen besser tragen kann - und fertig ist ein klassischer Palmbuschen.
Ausgefallene Technik
Ausgefallener geht es bei Unterberger zu. Er hat nämlich eine spezielle Flechttechnik aus Unterkärnten mitgebracht: "In Feldkirchen kenne ich niemanden, der das auch so macht", so der gebürtige Lavanttaler und Wahl-Feldkirchner. Mit einem frischen Weidenzweig bindet er den Buschen so zusammen, dass ein gleichmäßiges Muster entsteht (Bild rechts). Ihre Technik und ihr Wissen geben er und Simonitti heute Vormittag auf dem Feldkirchner Hauptplatz weiter. Die Materialien bringt die Dorfgemeinschaft mit, wer Lust und Liebe hat, kann selbst sein Glück versuchen. "Und wer den Buschen nicht selbst binden will, der kann gegen eine freiwillige Spende auch einen fertigen mitnehmen", so Unterberger.










