"Kämpfen um FH-Standort"
Fachhochschule Kärnten könnte Standort in Feldkirchen auflösen. Die Politik steht hinter ihrer Schule. Die Wertschöpfung für die Stadt sei von großer Bedeutung.

Foto © SchusserEs ist unklar, wie es mit der Fachhochschule am Hauptplatz weitergeht
Der Wille, um den Fachhochschul-Standort zu kämpfen, ist genauso groß wie das Unverständnis, warum zwei so zukunftsträchtige und gut ausgelastete Studienzweige infrage gestellt werden. In Feldkirchen sind derzeit alle Parteien einer Meinung. Geht es schließlich um den Erhalt "ihrer" Fachhochschule, für deren Errichtung man jahrelang gekämpft hatte.
Was kann man aber als Standortgemeinde für den Erhalt der Einrichtung tun? "Jeder Stadtrat hat Kontakte zum Land und jeder muss Himmel und Hölle in Bewegung setzen", sagt der parteifreie Gemeinderat Bernhard Kanduth, der eine mögliche Schließung als "riesiges Verbrechen" bezeichnet. Laut BZÖ-Gemeinderat Harald Zaminer muss man die Situation mit Diplomatie lösen und beim Land sowie bei der Leitung der Fachhochschule intervenieren: "Der Standort muss erhalten bleiben. Da stecken viel Geld und Herzblut drinnen."
Studenten bringen Frequenz
Einig ist man sich auch, was die Wertschöpfung der Fachhochschule betrifft. Für Bürgermeister Robert Strießnig (SPÖ) profitieren Fachgeschäfte, Beherbergungsbetriebe, Zimmervermieter oder Gastronomiebetriebe unmittelbar von den Studenten. "Neben diesen würde natürlich die Stadtgemeinde Feldkirchen den größten Schaden erleiden, da ein extra errichtetes Gebäude leer stehen würde und dieses noch nicht einmal gänzlich abgezahlt ist." Für Stadtrat Martin Treffner (ÖVP) ist mit den Studenten wieder Leben auf den Hauptplatz gekommen: "Geschäfte und Gastronomie leben von der Tagesfrequenz von rund 500 Leuten."











