Händler fordern die Politiker zum Handeln auf
Geteilte Meinungen der Kaufleute über Pläne zur Belebung der Stadt. Einig ist man sich: Wirtschaft und Politik müssen an einem Strang ziehen.
Um Feldkirchen als Einkaufsstadt zu stärken, werden derzeit Projekte wie die Überdachung der Kirchgasse oder die Verlegung des Wochenmarktes auf den Freitag diskutiert. Die Kleine Zeitung ging nun der Frage nach, wie einzelne Innenstadtkaufleute dazu stehen.
"Von der Überdachung der Kirchgasse wird schon seit 20 Jahren geredet. Grundsätzlich finde ich alles gut, was passiert", sagt Andreas Strohmeier von "Red Zac Strohmeier". Seiner Meinung nach sollte zunächst ein langfristiger Plan, ein Nachhaltigkeitskonzept, erarbeitet werden: "Die Politik muss die Rahmenbedingungen vorgeben."
Begeistert von der Idee, die Kirchgasse zu überdachen, zeigt sich Ingrid Maier, Geschäftsführerin der "Nimo Kaufhaus GmbH": "Die Überdachung verleitet zum Bummeln - auch bei Schlechtwetter, und bei schönem Wetter könnte man das Dach aufmachen." Maier wünscht sich vor allem einen gemeinsamen Werbeauftritt für die Einkaufsstadt Feldkirchen: "Wirtschaft und Politik, alle müssen an einem Strang ziehen."
Den Wochenmarkt auf dem Hauptplatz von Samstag auf Freitag zu verlegen, hält Dieter Bernhard von "Glas-Porzellan Bernhard" nicht für sinnvoll. "Am Samstag herrscht eine BummelAtmosphäre, man trifft Leute in der Stadt und kann stressfrei und ohne Einkaufsdruck shoppen", so Bernhard. Sein Vorschlag lautet, dass die Feldkirchner Betriebe einmal im Monat qualitativ hochwertige Non-Food-Waren wie Elektrogeräte, Schmuck, Bekleidung und Haushaltsgegenstände im Rahmen des Wochenmarktes anbieten sollten.
Auch Heinz Breschan von der "Breschan Papier GmbH" möchte den Termin des Wochenmarktes nicht ändern: "Damals war es das Ziel, die Frequenz am Samstag zu steigern, und das ist auch gelungen." Sein Appell an die Budgetverantwortlichen lautet, das "Marketingbudget nicht im Gießkannenprinzip" auszugeben, sondern Schwerpunkte zu setzen. "Vor rund zehn Jahren gab es eine große Snowshow, die fast 10.000 Leute in die Stadt gebracht hat", so Breschan.
Standortnachteile
Wie seine Kollegen erwähnt Walter Sommer vom Juwelier "Goldblick" die Einkaufsnächte als positive Beispiele: "Das sind wirkliche Highlights, sie bringen Frequenz - nicht nur für die Gasthäuser, sondern auch für den Handel." Wenn nur ein kleiner Teil des Zentrums überdacht wird, könnte das laut Sommer zu Standortnachteilen für andere Betriebe führen. Sein Appell an seine Kollegen: "Jeder sollte schauen, dass sein Geschäft ordentlich ist - wenn alles funktioniert und die Kundenfreundlichkeit passt, dann steigt automatisch die Frequenz."











