Kunden nach Plan in die Stadt locken
Maßnahmen-Plan zur Belebung der Feldkirchner Innenstadt soll erarbeitet werden. Forderung: Alle Verantwortlichen an einen Tisch!
Feldkirchen ist eine Schwellenstadt. Das bedeutet: Die Stadt gehört zwar nicht zu jenen, die mit keiner bis schwacher Attraktivität zu kämpfen haben, von einer Top-Bezirksstadt ist man aber auch weit entfernt. Soweit das Ergebnis jener Kundenfrequenzdaten, die Stadtentwickler Karl Schörghuber in dieser Woche präsentiert hat (die Kleine Zeitung berichtete). Darauf aufbauend wollen Wirtschaftstreibende und Stadtpolitiker nun einen langfristigen Plan erarbeiten. Ziel ist es, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern - sowohl für Kunden als auch für neue Firmen.
"Es war dies der Startschuss. Jetzt sollen sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen", sagt Gunter Duschlbaur, Leiter der Wirtschaftskammer (WK) in Feldkirchen. Bisher sei man mit dem Alltagsgeschäft so beschäftigt gewesen, dass Überlegungen, wie man die Frequenz in der Stadt anheben könnte, auf der Strecke geblieben seien. Auch habe Duschlbaur das Engagement der Politik vermisst.
Ungenutzter Markt
Der zuständige Wirtschaftsreferent, Stadtrat Walter Moser, sieht den sprichwörtlichen Hund aber woanders begraben. Moser: "Sehr oft werden in Feldkirchen Eigeninteressen vor gemeinsame Interessen gestellt." Auch das soll sich jetzt ändern. Kaufmannschaft und Wirtschaftsreferat müssen, so Moser, eine gemeinsame Strategie erarbeiten, um die Frequenz zu verbessern: "Der Markt ist vorhanden, nur genutzt wird er nicht." Man könne in Feldkirchen nicht nur Lebensmittel verkaufen, spielt Moser auf die vielen Supermärkte an: "Hier haben wir eine Quadratmeterzahl, bei der einem fast schlecht wird. Aber die Lebensmittelgeschäfte leben alle. Das heißt, die Leute kaufen ein."
Schörghuber hat im Zuge seiner Analyse auch gleich Vorschläge für Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt erarbeitet. Demnach könnte die Kirchgasse überdacht werden, um das witterungsunabhängige Einkaufen zu ermöglichen.
Ebenfalls schlägt der Stadtentwickler vor, die Dekoration der Auslagen wöchentlich zu verändern oder die eher schwache Mittagszeit durch spezielle Angebote zu beleben. "All diese Sachen sind umsetzbar und die Überdachung der Kirchgasse wäre ein Gag", so Moser. Bei den weiteren Schritten soll Schörghuber die Stadt unterstützen.
Features
HINTERGRUND
Ergebnisse. Weitere Ergebnisse der Studie: Wochenfrequenz von mindestens 30.000 Personen - hier sind grundlegende Verbesserungen notwendig; Frequenz nach 18 Uhr - Anforderungen sind erfüllt, Verbesserungen wären möglich; Mittagsfrequenz und am Samstag - grundlegende Verbesserungen sind notwendig.










