Der Polizei gingen mehr Täter ins Netz
Feldkirchner Polizei verzeichnete 2010 eine Rekord-Aufklärungsquote von 57,7 Prozent. Anzahl der angezeigten Straftaten ist leicht gestiegen. Zahl der Sexualdelikte ist stark gesunken, Nötigungen und gefährliche Drohung haben hingegen zugenommen.
Die Zahl der angezeigten Delikte ist um 6,1 Prozent gestiegen, die Aufklärungsquote ist - im Vergleich zu 2009 - um fast fünf Prozent, nämlich auf 57,7 Prozent, ebenfalls gestiegen. So hoch war diese in Feldkirchen noch nie. Das ist die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres in kurzen Worten. Auffallend ist auch, dass die Zahl der Suchtgiftdelikte sowie jener gegen die Freiheit um fast 100 Prozent gestiegen ist, es dafür nur mehr halb so viele Sexualdelikte gab.
"Die Steigerung bei der Zahl der angezeigten Delikte ist natürlich nicht wünschenswert, ist aber vermutlich auf mehrere Delikt-Serien zurückzuführen, die auch geklärt werden konnten", so Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann. Er meint damit unter anderem eine 19-köpfige Tätergruppe, deren Mitglieder mitunter dem Diebstahl, der Sachbeschädigung und der Hehlerei beschuldigt werden. Der Schaden dieser Delikte beträgt mehr als 73.000 Euro. Anfang 2010 konnte man auch eine Suchtgift-Serie mit 83 Tätern aufklären. "Wir legen in die Aufklärung von Suchtgift-Delikten viel Energie, weil diese eine hohe Begleitkriminalität mit sich bringen", so Holzmann: "Alleine bei dieser Serie konnten wir auch noch zwei Raubüberfälle, einen räuberischen Diebstahl, einen Einbruchsdiebstahl, eine Vergewaltigung sowie mehrere Sachbeschädigungen und Betrugshandlungen aufklären. Diese Begleitkriminalität wäre sonst verborgen geblieben."
Zu den großen Brocken der insgesamt 1210 angezeigten Delikte zählten im Jahr 2010 die Körperverletzungen (134), die Sachbeschädigungen (206), die Suchtgift-Delikte (99) sowie die Diebstähle (241). Bei den Diebstählen liege man, so Holzmann, mit einer Aufklärungsquote von 26,6 Prozent kärntenweit an der Spitze. Außerdem konnten 2010 ein Mordversuch sowie eine schwere Körperverletzung - das Opfer wurde dabei mit Messerstichen in Brust und Bauch malträtiert - geklärt werden. Internetbetrug ist derzeit noch kein großes Thema.












