202 Alkolenker aus dem Verkehr gezogen
Verkehrsbilanz 2010: Zahl der Alkoholdelikte um 17 Prozent gestiegen, Zahl der Unfälle mit Verletzten sowie Beanstandungen bei Kindersicherung zurückgegangen.
Von einem "noch nie da gewesenem, traurigen Rekord" spricht der Feldkirchner Chefinspektor Reinhold Feichter. Er meint damit die Zahl der Führerscheinabnahmen im vergangenen Jahr. Mit 202 Alkoholdelikten hat man 2010 erstmals die magische 200er-Grenze überschritten. Im Vorjahr waren es noch 173 gewesen.
Zurückzuführen sei diese 17-prozentige Steigerung, so Feichter, auf mehrere Gründe: "Zum einen haben wir den Kontrolldruck und die Präsenz auf den Straßen erhöht. Zum anderen ist jetzt jede Dienststelle mit einem Vortest-Gerät ausgestattet." 2009 wurden insgesamt 1333 Vortests durchgeführt, im vergangenen Jahr waren es 1639. Bedenklich sei, so der Chefinspektor, auch die Tatsache, dass es immer öfter zu schweren Alkoholisierungen kommt. "Mehr als ein Viertel der Alkolenker haben mehr als 1,6 Promille intus und auch Werte von mehr als zwei Promille sind keine Seltenheit", so Feichter.
Positive Nachrichten gibt es, was die Zahl der Unfälle mit Verletzten betrifft. Waren es im Jahr 2009 noch 171 solcher Unfälle, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf 154. "Hauptursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeiten, Unachtsamkeit oder Ablenkung", so Feichter. Mitschuld an der angesprochenen Ablenkung ist das Hantieren mit Handys am Steuer. Feichter: "Die Leute sind sich der Gefahr nicht bewusst. Es ist unwahrscheinlich, was man da alles erlebt. Es gibt Lenker, die während der Fahrt SMS schreiben."
Zwei Tote
Lob hat der Chefinspektor für jene Eltern, die ihre Kinder im Auto mitnehmen übrig: Die Moral, was die richtige Kindersicherung in den Fahrzeugen betrifft, ist nämlich gestiegen. Die Zahl der Beanstandungen ist um 50 Prozent zurückgegangen. Das gilt auch für die Einhaltung der Gurtenpflicht.
Zurückgegangen ist auch die Zahl der "frisierten" Mopeds. In diesem Bereich habe es, so der Chefinspektor, ein Umdenken gegeben. "Eine Kennzeichenabnahme bei einem Moped kostet bis zu 700 Euro. Das ist für einen Lehrling viel Geld." Aus 66 Einsätzen, in denen die berüchtigte "Rolle" zum Einsatz kam, resultierten insgesamt 29 Anzeigen und zwölf Kennzeichenabnahmen.
Traurige Bilanz auch, was die Verkehrstoten betrifft. Im vergangenen Jahr waren auf den Straßen des Bezirkes zwei Todesopfer zu beklagen - es waren dies ein Motorradfahrer in der Nähe von Tiffen und jener Pkw-Lenker, der kurz vor Weihnachten an einem Bahnübergang in Steindorf umgekommen war.
Schwerpunkte
Auch für das laufende Jahr hat sich die Feldkirchner Polizei einiges vorgenommen: In den quartalsmäßigen Schwerpunkten stehen in diesem Jahr die Bereiche Alkoholdelikte (1. Quartal), einspurige Kraftfahrzeuge (2. Quartal), Geschwindigkeitsübertretungen (3. Quartal) und Schulweg, Sichtbarkeit und Kindersicherung auf dem Programm. Zusätzlich zu diesen Quartalsschwerpunkten werden kontinuierlich das Telefonieren am Steuer, die Kennzeichnung und die Absicherung von Baustellen oder das Verhalten der Autofahrer bei Schutzwegen kontrolliert.










