Weihnachten, wie es war
Eine ganz spezielle Weihnachtsfeier: Himmelberger Volksschulkinder werden sich am Montag auf eine Spurensuche nach dem Weihnachten längst vergangener Zeiten begeben.
Såg wie is es gwesn, wie wår Weihnåchtn? So lautet eine Textstelle eines bekannten Liedes von Georg Danzer. Eine Antwort darauf bekommen die Kinder der Volksschule Himmelberg am kommenden Montag. Direktorin Barbara Bergner hat sich mit ihrem Lehrerteam heuer eine ganz besondere Aktion für die Kinder ausgedacht - die "Himmelberger Weihnachtsgeschichten". Den Schülern wird an vier verschiedenen Stationen in der Ortschaft von Weihnachten, wie es früher einmal war, erzählt.
"Bei diesem Projekt geht es nicht um Show, sondern ums Spüren. Die Kinder haben die Möglichkeit, ein kleines Stück Himmelberger Geschichte in Bezug auf Weihnachten kennenzulernen", sagt Bergner. Ziel ist es, den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Das sei, aufgrund der vielen Informationen und Eindrücke, heute immer schwieriger. Bergner: "Deshalb ist es besonders wichtig, Wurzeln und Identität in der Familie, aber auch im Ort des Heranwachsens zu finden."
Seit Anfang November wird an den "Himmelberger Weihnachtsgeschichten" geplant. Für die Kinder ist die Aktion eine Überraschung, allerdings werden sie am Montag im Rahmen einer kleinen Adventfeier am Vormittag kurz darauf vorbereitet, was sie am Abend erwartet. Los geht es dann um 17 Uhr. Die 83 Schüler werden in vier altersgemischte Gruppen eingeteilt und begeben sich mit Laternen ausgestattet auf eine weihnachtliche Zeitreise durch den Ort. Eine der vier Stationen ist die Himmelberger Sensenschmiede.
Von Schmiede bis Schloss
Im Licht des Schmiedefeuers wird Hans Slivsek senior den Kindern vom Weihnachten einer längst vergangenen Zeit, als die Hammerwerke noch in Betrieb waren, erzählen. Er wird auch Bezug auf die Weihnachtszeit in den Kriegsjahren nehmen. Eine weitere Station beschäftigt sich dann mit der Einkaufstradition - als die Auswahl und das Angebot noch kleiner waren und die Menschen in bescheideneren Verhältnissen lebten. Davon erzählt Kaufmann Hans Slivsek junior.
In der Himmelberger Kirche wird Pfarrer Reinhold Berger den Kindern den spirituellen Aspekt von Weihnachten in der Gegenwart und in der Vergangenheit näherbringen und ein Zeitzeuge erzählt vom Mettenbesuch in früherer Zeit. Weiter geht es dann zum Schloss Piberstein. Hausherr Alberich Lodron erzählt Geschichten der Grafenfamilie Lodron-Laterano - von einer Zeit, als im Schloss noch viele Bedienstete arbeiteten und Speisen und Geschenke an Arme verteilt wurden.
Um 19 Uhr endet die Spurensuche mit der Aufführung eines Weihnachtsmusicals - und die Kinder haben zumindest einen kleinen Einblick davon, wie Weihnåchtn wår.
Features
DIE VIER STATIONEN
Sensenschmiede. Hans Slivsek senior erzählt bei Schmiedefeuer und "geschichtlichen Gerüchen" von Weihnachtszeiten, als noch die Himmelberger Hammerwerke in Betrieb waren
Kirche. Pfarrer Reinhold Berger bringt den spirituellen Aspekt von Weihnachten in Gegenwart und Vergangenheit ein
Schloss Piberstein. Alberich Lodron begibt sich mit Kindern in eine Zeit, als das Schloss noch viele Bedienstete hatte und zu Weihnachten Speisen und Geschenke an Arme verteilt wurden
Einkaufstradition. Hans Slivsek junior führt die Kinder durch die Geschäftswelt von heute und berichtet auch über Weihnachtseinkäufe in früherer Zeit










