Die Innenstadt soll nicht leer ausgehen
Politik und Wirtschaft hoffen, dass Innenstadt vom Einkaufszentrum "Milesipark" mitprofitiert. Generell ist in der Stadt Zahl der leeren Geschäfte zurückgegangen.

Foto © SchusserDer ehemalige Baumarkt Klaus steht nach wie vor leer
Die anfängliche Skepsis scheint vergessen. Bei der Eröffnung in dieser Woche haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft positive Worte für das neue Einkaufszentrum "Milesipark" gefunden. Noch vor Monaten hatten manche befürchtet, das Projekt würde sich negativ auf die Innenstadtbetriebe auswirken. Mittlerweile wird gehofft, dass die Kunden vom Einkaufszentrum auch den Weg ins Stadtzentrum finden.
"Die Geschäfte sind schön geworden und eine Bereicherung für das Angebot in der Stadt", meint etwa Wirtschaftskammer-Chef Gunter Duschlbaur. Und Bürgermeister Robert Strießnig sagte, wie berichtet: "Ich bin mir sicher, dass die Innenstadt davon profitieren wird." Generell ist das Stadtzentrum in jüngster Zeit nicht schlecht aufgestellt. Hie und da kleben zwar Schilder mit der Aufschrift "Geschäftslokal zu vermieten" in den Auslagen, die Zahl der leeren Geschäfte ist in den vergangenen fünf Jahren aber zurückgegangen.
"Gutes Mittelfeld"
Das "Marketing Feldkirchen (MF)" hat in dieser Woche die Zahlen erhoben. Die Bilanz: Standen 2005 39 Geschäfte leer, sind es 2010 derzeit 24. "Wenn ich Feldkirchen mit anderen Bezirksstädten vergleiche, würde ich sagen, dass wir uns im guten Mittelfeld befinden", sagt Erhard Blaßnig vom "MF". Er hat sich einzelne Gebiete in der Stadt gesondert angesehen. So gibt es beispielsweise an der Hauptverkehrsader zwischen Busbahnhof und dem Kreisverkehr über die 10.-Oktober-Straße derzeit fünf leere Flächen. Blaßnig: "Was auffallend ist, ist das Wechselspiel in der Stadt. Einige Geschäfte sind in größere Lokale umgesiedelt." Auch die Bahnhofstraße scheint sich durch neue Ansiedelungen zumindest ein wenig zu erholen. Auch wenn dort nach wie vor zehn Flächen zu vermieten sind. Von der Kirchgasse über den Rauterplatz bis hin zur Villacher Straße und zur Heftgasse sind es acht, am Hauptplatz gibt es derzeit nur ein leeres Geschäft. Blaßnig: "Dennoch sollte weiterhin einiges passieren, damit wir nicht drei Schritte zurück, sondern immer einen nach vorne gehen."
Ähnlich positiv bewertet auch Duschlbaur die Situation: "Aus meiner Sicht sind wir Gott sei Dank etwas besser aufgestellt als andere Bezirksstädte. Es gibt ein kompaktes Angebot. Auch wenn wir uns wünschen würden, Filialisten mit mehr Angeboten für die Jugend herzubringen." Ein Anliegen ist ihm nach wie vor auch die Belebung des Klaus-Areals, wo seit der Schließung des Baumarktes neue Geschäftsflächen geplant sind.
Features
Leerstand
Untersuchungszeitraum. 2005 bis 2010
Gesamt. Innerstädtischer Bereich: 2005: 39 leere Geschäfte, 2006: 32, 2007: keine Zahlen, 2008: 21, 2009:21, 2010: 24
Gebiete 2010. Bambergerplatz/10.-Oktober-Straße/Kreisverkehr: fünf leere Geschäfte mit insgesamt rund 810 Quadratmetern (ausgenommen Klaus-Areal); Kirchgasse/Rauterplatz/Villacher Straße/Heftgasse: acht leere Geschäfte mit insgesamt rund 580 Quadratmetern; obere Bahnhofstraße: vier leere Geschäfte mit insgesamt rund 610 Quadratmetern; untere Bahnhofstraße: sechs leere Geschäfte mit insgesamt rund 390 Quadratmetern; Hauptplatz: ein leeres Geschäft, rund 100 Quadratmeter












