Ein zweiter Turm ist in Aussicht
Im Bleistätter Moor, das für Ornitologen zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Kärntens zählt, soll um 100.000 Euro ein zweiter Vogel-Beobachtungsturm entstehen.

Foto © PhinoDer bestehende Turm in Steindorf
Ornitourismus heißt die touristische Vermarktung von Plätzen, die für Vogelkundler interessant sind. Der scheint im Bereich des Bleistätter Moores erste Ansätze zu entwickeln. Zusätzlich zur bestehenden Holzkonstruktion auf Steindorfer Gemeindegebiet soll nun ein weiterer und doppelt so hoher Vogelbeobachtungsturm auf der Ossiacher Seite des Moores entstehen.
"Bauherr ist die Naturschutzabteilung des Landes, 100.000 Euro werden investiert. Der Turm wird mitten im Flutungsgebiet entstehen und soll die Ostbucht des Sees und des angrenzenden Moores beobachtbar machen", sagt der zuständige Beamte Bernhard Gutleb. Birdlife-Kärnten begrüßt die Pläne des Landes: "Das Bleistätter Moor wird neben dem Hörfeldmoor das wesentlichste Feuchtgebiet in Kärnten sein. Seewinkel im Burgenland oder die Isola della Crona bei Grado zeigen, was touristisch mit Vogelbeobachtung möglich ist", sagt Birdlife-Kärnten-Geschäftsführer Remo Probst.
Rundwanderweg
Probst wünscht sich ein Einbinden von Birdlife in das Projekt, denn: "Wichtig für den Erfolg solcher Türme ist, wie das Habitat gestaltet ist. Gut angelegte Ansitzwarten für Raubvögel, Schlickflächen und offene Wasserflächen für Vögel machen das Beobachten erst möglich", sagt Probst. Die Türme werden das Europa-Schutzgebiet Tiebelmündung überschaubar machen. Sie sollen Teil eines Rundwanderweges werden, der auch für Schüler und Ausflügler mit Tafeln informativ gestaltet wird. Gutleb hat auch einen psychologischen Ansatz: "Seit Jahren reden wir von Flutungen, aber nichts geht weiter. Die Türme sind sichtbares Zeichen, dass sich doch etwas tut."











