Lift hängt noch in der Luft
Gemeinde St. Urban will Sessellift auf Simonhöhe verkaufen. Fünf An-gebote liegen vor. Ex-Betreiber will Lift aber eigenständig weiterführen.
Anfang August ging der Zwangsausgleich der Simonhöhe durch. Mittlerweile laufen die Vorbereitungsarbeiten für die kommende Wintersaison. Geht es nach St. Urbans Bürgermeister Dietmar Rauter - dem Geschäftsführer der gemeindeeigenen Beteiligungs- und Infrastruktur GesmbH, die 93,9 Prozent an der Schilift GmbH hält - wird der Sessellift abgebaut.
"Aus unserer Sicht geht der Hirschkogellift nicht mehr in Betrieb", so Rauter. Mittlerweile gibt es fünf Kaufangebote, unter anderem aus Österreich, Tschechien und Russland. Die Verhandlungen sollen bis Anfang der Schisaison abgeschlossen sein. Die potenziellen Käufer würden auch für den aufwendigen Abbau des Liftes aufkommen. Dieser könnte aber frühestens im April oder Mai erfolgen, wenn der Boden nach dem Schnee wieder aufgetrocknet ist.
Nicht ganz einfach
Doch es steht auch eine andere Option im Raum. Der ehemalige Betreiber der Lifte und Mitgesellschafter Johann Scheiber will den Sessellift ausgegliedert weiterbetreiben: "Es wäre schade um den Lift. Unser Angebot ist da, die Verhandlungen laufen." Dennoch kann er nicht leugnen, dass die Sache nicht ganz unkompliziert sei, beispielsweise in Hinblick auf die Liftpreise, die Beschneiung oder die Präparierung der Pisten. Scheiber: "Es bedarf einer Zusammenarbeit mit der Gemeinde, wir wollen das fair abwickeln. Die Bereitschaft müsste aber schnell gegeben sein."
Rauter hingegen meint, er könne verstehen, dass Scheiber viel daran liegt. Aber auch er räumt ein, dass diese Lösung äußerst schwierig zu handhaben sei: "Nach dem Zwangsausgleich können wir nicht einfach weitertun wie bisher." Und der Sessellift hätte mit "nur" 60.000 Fahrten ein schlechtes Ergebnis eingefahren. Was die Schlepplifte betrifft, so werden aber alle acht - je nach Witterung - in Betrieb gehen.











