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Zuletzt aktualisiert: 28.08.2010 um 20:16 UhrKommentare

Kreuzung weiter im Kreuzfeuer der Kritik

Nach Wirbel um Einbindung für geplanten Billa-Markt in Feldkirchen erklärt Landeshauptmann Gerhard Dörfler das Thema zur Chefsache und zieht Bewilligung für Verkehrskonzept zurück.

Seit geraumer Zeit ist mit roter Farbe die Abbiegespur zum geplanten Billa-Markt auf der Feldkirchner Apothekerwiese an der Turracher Straße B 95 aufgesprüht. Und nach wie vor reißt die Kritik an dem Verkehrskonzept nicht ab.

Bereits Mitte August wetterte Straßenreferent Stadtrat Herwig Röttl (SPÖ), dass es für ihn unverständlich sei, wie man von Landesseite an dieser Stelle eine Zufahrt genehmigen kann (wir berichteten). Denn diese befindet sich nur wenige Meter von der sogenannten großen Kreuzung - übrigens eine der Gefahrenstellen im Bezirk - entfernt. Zu Stoßzeiten stauen sich die Autokolonnen oftmals fast bis nach Waiern zurück. Vonseiten des Landes argumentierte Volker Bidmon, Leiter der Straßenbauabteilung, dass man im Zuge des Verfahrens auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit einbezogen habe. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung meinte in dieser Woche Verkehrstechniker Eckhard Küttler, dass es sich um eine schwierige Situation handle.

Daraufhin schaltete sich nun Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) ein. Er ließ die Bewilligung vorerst zurückziehen und berief am vergangenen Donnerstag einen Lokalaugenschein ein. Bei diesem fühlte sich Küttler von der Kleinen Zeitung falsch zitiert. Die Frage Dörflers, ob es an dieser Stelle zu keinen Problemen kommen werde, konnte bei der Besichtigung vor Ort aber schließlich keiner der Experten mit einem klaren Nein beantworten. Dörfler fordert nun eine schriftliche Stellungnahme darüber, sonst werde es an dieser Stelle keine Zufahrt geben.

"Fahrlässig"

Ebenfalls beim Lokalaugenschein dabei waren Vertreter der Stadt. Vizebürgermeister Robert Schurian (FPK) bezeichnete das Verkehrskonzept als "fahrlässig" und betonte, der Kreuzungsbereich sei ohnedies schon gefährlich genug. Und Straßenreferent Röttl meinte: "Ich hoffe, dass nun seitens der Planer die Vernunft eingetreten ist. Die Kreuzung ist ohnehin ein Unfallhäufigkeitspunkt. Mit dem Abbieger eventuell einen neuen zu provozieren, ist auch aus meiner Sicht fahrlässig." Nach wie vor liegt auch keine Baubewilligung vonseiten der Stadt vor. Ursprünglich hatte die "Rewe International AG" geplant, im August die Arbeiten aufzunehmen. Trotz mehrmaliger Versuche gibt es keine nähere Stellungnahme vonseiten des Unternehmens zum Bauvorhaben in der Tiebelstadt. Nur soviel: Der alte Markt in der St. Veiter Straße wird auch im Falle des Neubaus auf der Apothekerwiese bestehen bleiben.

CHRISTIANE CANORI

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