Sommerrodelbahn: Die Angst fährt nicht mit
Lokalaugenschein nach "Nocky Flitzer"-Unfall auf der Turrach: Es fuhren zwar weniger Gäste mit der Bahn, diese äußerten aber kaum Bedenken.

Foto © GraimannTrotz des Zwischenfalls am Sonntag waren gestern viele Familien mit dem "Nocky Flitzer" unterwegs
Es ist eine ziemlich rasante Fahrt mit dem "Nocky Flitzer" auf der Turracher Höhe. Wenn man die Bremse nur sparsam bedient, dann werden Fliehkräfte in den Kurven wach, die für ordentlich Adrenalin sorgen. So erfahren beim Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung gestern.
Vor drei Jahren wurde die rasante Rodelbahn eröffnet und bisher gab es keine schweren Zwischenfälle trotz der beachtlichen Geschwindigkeit. Diese positive Serie wurde am Sonntag - wie berichtet - unterbrochen, als sich zwei Erwachsene bei der Fahrt Verletzungen zugezogen haben. Bei einem Besuch gestern auf der Turrach waren zwar etwas weniger Besucher als sonst üblich auf der Bahn unterwegs, wobei das aber wohl auch auf das wechselhafte Wetter zurückzuführen war. Sorgen bezüglich der Sicherheit wurde bei den Gästen der Rodelbahn keine geortet. Viele hatten von dem Unfall gar noch nichts mitbekommen.
Groß und Klein
Vor allem Familien fuhren auf der Bahn, die Geschwindigkeiten von gut 40 Kilometern in der Stunde erlaubt, talwärts. "Werden die Rodler zu schnell, dann bremst eine Fliehkraftkupplung ihre Fahrt", erklärt Harald Rossmann, Betriebsleiter der Turracher Bergbahnen. Laut dem Betriebsleiter wurde viel in die Sicherheit der Bahn investiert, wobei aber ein Stück Selbstverantwortung trotzdem bei den Benützern des "Nocky Flitzers" bleibt.
Der Sicherheitsabstand und die richtige Einschätzung des Könnens sind die Kriterien, die sich als wesentliche Sicherheitsfaktoren auch bei der Testfahrt herausgestellt haben. Dass das aber bei rund 100.000 Fahrten im Jahr in der Regel von den Benützern eingehalten wird, zeigt die Statistik. "Denn auch kleine Zwischenfälle sind selten", sagt Rossmann.










