Ein Verkehrskonzept bringt Stadt zum Rasen
Für den geplanten Billa-Markt auf der Feldkirchner Apothekerwiese ist auch ein Verkehrskonzept nötig. Dieses regt den Referenten auf - und lässt sogar die Baubewilligung wackeln.
Der Bau des neuen Billa-Marktes auf der Feldkirchner Apothekerwiese steht anscheinend unter keinem guten Stern: Zuerst wollte man vonseiten der FPK mittels Unterschriftenliste den Standort verhindern, jetzt wettert der SPÖ-Straßenreferent Herwig Röttl über ein mangelndes Verkehrskonzept - und stellt deshalb sogar die Baubewilligung infrage.
"Für mich ist es unverständlich, wie man dort eine Zufahrt genehmigen kann", sagt Röttl und meint damit das vom Bauwerber vorgelegte und vom Land abgesegnete Verkehrskonzept. Dieses sieht sowohl die Einfahrt als auch die Ausfahrt zum geplanten Billa über die Turracher Straße vor. Wenn man von der Stadt in Richtung Waiern fährt, soll man den Markt künftig über einen Linksabbieger erreichen. "Ich wohne selbst in Metzing und weiß, wie oft es sich an der großen Kreuzung staut. Die Autoschlange reicht oft bis nach Waiern zurück", so Röttl. Besonders im Winter, wenn abends die Schifahrer vom Falkert, der Turracher Höhe und der Hochrindl ins Tal fahren, herrscht an der "großen Kreuzung" Hochbetrieb.
Ein Umstand, der - so heißt es von Landesseite - sehr wohl berücksichtigt wurde: "Im verkehrstechnischen Gutachten sind die derzeitigen Verkehrsmengen und eventuelle Spitzenstunden berücksichtigt", sagt Volker Bidmon, Leiter der Straßenbauabteilung des Landes: "Wir haben im Zuge des Verfahrens ein verkehrstechnisches Gutachten eines Zivilingenieurs eingeholt. Da es sich um einen sensiblen Verkehrsknotenpunkt in der Stadt handelt, haben wir zusätzlich auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit zurate gezogen. Nach der abschließenden Prüfung vonseiten des Landes konnte die Bewilligung erteilt werden."
Baubewilligung fraglich
Bidmon gibt also grünes Licht für das vorgelegte Verkehrskonzept. Röttl will, was die noch ausständige Baubewilligung betrifft, die Ampel auf Rot schalten: "Ich glaube nicht, dass Bürgermeister Robert Strießnig als Baubehörde erster Instanz aufgrund dieses Verkehrskonzeptes eine Baubewilligung erteilen wird. Und sollte die Causa in den Stadtrat kommen, wird unsere Fraktion unter diesen Voraussetzungen sicher dagegen stimmen." Bürgermeister Strießnig will dazu nicht Stellung nehmen: "Alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen werden derzeit von der Baubehörde ge- und überprüft. Das Ergebnis dieses Verfahrens wird sodann dem Bauwerber mitgeteilt werden. Kein Bauwerber ist daran interessiert, in einem laufenden Verfahren die Behördenmeinung aus der Zeitung zu erfahren." Die Polizei Feldkirchen ist derzeit in die Verhandlungen noch nicht involviert. Man werde, so Chefinspektor Reinhold Feichter, bei der Bauverhandlung ein Statement abgeben. Kein Statement abgeben will man in der derzeitigen Phase, mit dem Hinweis auf die laufenden Verhandlungen, auch vonseiten der "Rewe International AG".










