Finstere Ruine im Waldesgrün
Die sagenumwobene und geschichtsträchtige Ruine Alt-Albeck verfällt zusehends.
V iele unheimliche Sagen ranken sich um die vergessene Ruine Albeck. Eine davon handelt von einem Knecht, der von einem Pferd zu Tode getrampelt wird. Eine andere Sage erzählt von einem Pfleger von Albeck, der grausam war und viele Menschen in den Faulturm der Burg werfen ließ, wo am Grunde spitze Messer die Fallenden aufspießten. Einer dieser Sagen endet mit dem Satz: "Heute ist das alte Albecker Schloss schon ganz verfallen und träumt als finstere Ruine am Waldesgrün."
1155 wurde Rodolfus de Albekke erwähnt, von da an wird die Ruine als "castrum", "haus", "vest" und als "geschloss" genannt. Die Burg war ursprünglich freies Eigen der Albecker-Dynasten. Da der letzte mögliche Erbe starb, trat Rudolfus seinen Gesamtbesitz an das Bistum Gurk ab, das die Burg in weiterer Folge mit Ministerialen besetzte.
Die Burg hatte auch einen Turm, der aber um 1300 zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Die Blutgerichtsbarkeit als Landgericht hatte Albeck erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts inne. Die Pfleger - verschiedene Gurker Ministerialenfamilien - durften die Hohe Gerichtsbarkeit ausüben. 1729 erscheint die Burg erstmals als Amtssitz des Pflegers Nieder- und Neualbeck. Zu dieser Zeit dürfte die Burg verlassen worden sein. Die Kapelle wurde - wie bei vielen Burgen - noch länger genutzt. Aber auch sie ist heute verfallen. CORINA KUHS
Features
FAKTEN
Zeitreise. Mit dem heutigen Bericht über die Burg Albeck beenden wir die Reise ins Mittelalter - die wir in den letzten Wochen gemacht haben - und wenden uns in der Serie "Feldkirchen Einst und Jetzt" wieder der jüngeren Vergangenheit zu. Als Nächstes folgt das "Haus Abendruh" in Waiern.










