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Zuletzt aktualisiert: 06.08.2010 um 09:18 UhrKommentare

Ein steiler Ausflug in die Geschichte

Am Samstag startet das Almheufest mit der traditionellen Bergmahd. Die Kleine Zeitung begab sich auf die Spuren der Almbewirtschaftung in den Nockbergen.

Aufnahme aus den 1940er-Jahren: der beschwerliche Heutransport in den Nockbergen

Foto © PrivatAufnahme aus den 1940er-Jahren: der beschwerliche Heutransport in den Nockbergen

Wenn beim morgigen Almheufest auf der Grubenbaueralm die Mäher ihre Sensen schwingen, dann folgen sie damit einer langen Tradition. Schon seit 1681 ist der Grubenbauerhof, mit der dazugehörigen Almfläche, im Besitz der selben Familie. Seit damals wird das Heu von den steilen Bergwiesen im Nockgebiet für die Fütterung der Tiere verwendet.

Auch wusste man das Almheu, das an bestimmten Hängen über 100 Kräuter und Almblumen aufweist, schon damals in der Volksmedizin einzusetzen - als Linderung bei etwa rheumatischen Beschwerden und Verspannungen. Dass allerdings die Ernte des Almheues zu manchen Verspannungen führen kann, will der Franz Gruber vulgo "Grubenbauer" nicht verschweigen. Denn immerhin werden auf der Grubenbaueralm Bergwiesen mit einer Neigung von bis zu 45 Grad gemäht. Das war schon damals so, als die Vorfahren des heutigen "Grubenbauers" alljährlich die Futtervorräte für die Tiere auffüllten. Damals gab es allerdings Hütten auf der Alm, in denen das Heu gelagert wurde, um später mit dem Pferd in die Gehöfte nach Winkl gebracht zu werden. Dazu bedarf es einiger Kraftanstrengungen, denn einen Almweg ab dem Rosental an der Nockalmstraße auf die Alm gab es noch nicht. So musste man den strapaziösen Weg zuerst bergauf zur Pregatscharte nehmen, um an den Westhang des Rinsennocks zu kommen. Erst dort ging es bergab, für manche wohl mit der Vorfreude auf ein entspannendes Almheubad.

Obwohl Gruber heute für den Abtransport verständlicherweise einen Traktor verwendet, ist die Gewinnung des Heues die selbe Arbeit geblieben. "Mit Sensen und Rechen sowie vielen Freunden und Verwandten wird auch heute noch gearbeitet. Eine Stärkung für die Mäher gibt es anschließend auch, was nicht unbedingt das Almheu sein muss", so Gruber.

ROBERT GRAIMANN

Das Fest der Bergmahd

Mähen. Morgen, die freiwilligen Mäher treffen sich um 6 Uhr auf der Grubenbaueralm

Almheufest. Das Almheufest beginnt um 10 Uhr auf der Grubenbaueralm. Ein Shuttle-Dienst ist ab 10 Uhr, ausgehend von der Reidn 49 auf der Nockalmstraße, eingerichtet

Weihe. Das neue Gipfelkreuz am Simmerleck wird um 11 Uhr geweiht

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