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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2010 um 20:16 UhrKommentare

Und der neue Befehl lautet: "Feiern!"

Nach mehreren Großbränden in den Jahren 1888 und 1889 wurde 1890 schließlich die Freiwillige Feuerwehr Glanegg-Maria Feicht gegründet. Am Wochenende wird das Jubiläum gefeiert.

In den Jahren 1888 und 1889 wurden rund um Maria Feicht bei Glanegg insgesamt zwölf Gebäude durch Brände zerstört. Vermutlich war dies der Auslöser, dass sich vier Männer zusammengetan und die Feuerwehr Maria Feicht gegründet haben. Das war im Jahr 1890, somit ist die Wehr im Glantal heuer 120 Jahre alt. Am Samstag und Sonntag wird dieses Jubiläum gefeiert.

Sieben Jahre nach der Gründung hatte die Wehr ihre erste Bewährungsprobe: Die Männer mussten die Kirche in Maria Feicht, die durch Blitzschlag in Brand geraten war, löschen. Über dieses Feuer war in der Zeitung zu lesen: "Noch am Tage nach dem Brande konnten es die Männer nur unter Schluchzen erzählen, wie schauerlich und herzzerreißend es gewesen sei, als sie sehen und hören mußten, wie die Glocken nacheinander mit scharfem Klange erst sprangen, dann zu schmelzen anfingen und Stück um Stück herunterfielen, denen auch bald Gerüst und Eisenteile folgten."

Dies war aber nicht der einzige Großbrand, zu dem die Wehr ausrückte. Zweimal stand die Glanegger Firma Hirsch in Flammen - und zwar 1980 durch einen Blitzschlag und 1990 durch einen technischen Defekt. Bei diesen beiden Bränden stand auch der derzeitige Kommandant Heinz Zeppitz schon im Einsatz. In den 38 Jahren, die er bereits bei der Feuerwehr Glanegg-Maria Feicht ist, hat er viel erlebt. Zu seinen schwersten Einsätzen zählt er zwei tödliche Autounfälle, bei einem davon kam sein Nachbar ums Leben.

Sachen zum Schmunzeln

Aber so ernst die rund 50 bis 60 Einsätze pro Jahr sind, ab und an darf auch geschmunzelt werden. "Einmal wurden wir zu einem Autounfall gerufen. Als wir vor Ort ankamen, saßen beide Insassen auf der Wiese und stritten darüber, wer den eigentlich gefahren sei", sagt Zeppitz, der derzeit Kommandant von 43 aktiven Kameraden ist. Und diese 43 Aktiven, die sechs Altmitglieder und 15 Jungfeuerwehrmänner laden am Wochenende zum Fest. Am Samstag wird ab 20 Uhr in der Festhalle Glanegg mit den "Lavanttalern" gefeiert, am Sonntag um 9 Uhr beginnt der offizielle Festakt in der Festhalle.

HANNES STEINMETZ

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