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Zuletzt aktualisiert: 16.07.2010 um 20:16 UhrKommentare

Eltern müssen tiefer in Tasche greifen

Feldkirchner Gemeinderat beschloss Erhöhung der Kindergartenbeiträge um bis zu 13 Prozent. ÖVP kritisiert, dass die eingesparte Summe von knapp 30.000 Euro lächerlich ist.

Keine Gemeinderatssitzung ohne Gebührenerhöhung - dies trifft momentan auf die Stadtgemeinde Feldkirchen zu. Wurden bei der Sitzung im vergangenen Mai die Wassergebühren angehoben, waren am Donnerstagabend die Kindergartenbeiträge an der Reihe.

Jene Eltern, die ihre Kinder in einer der insgesamt 16 Gruppen in der Stadt Feldkirchen untergebracht haben, müssen in Zukunft bis zu 13 Prozent mehr aufbringen. Beispielsweise zahlen Feldkirchner für die Ganztagsbetreuung mit Essen in Zukunft 140 statt bisher 131,80 Euro. "Die Erhöhung der Beiträge bringt uns insgesamt knapp 30.000 Euro pro Jahr", sagt Vizebürgermeister und Finanzreferent Karl Lang (SPÖ). Eine Summe, die der ÖVP-Gemeinderat Robert Rauter als lächerlich bezeichnet. Kritik kommt auch von seinem Fraktionskollegen, Stadtrat Martin Treffner. Für ihn ist die beschlossene Erhöhung zu hoch.

Nicht nur die Anhebung der Beiträge sorgte für Kritik von einzelnen Gemeinderäten, sondern auch die Tatsache, dass Nicht-Feldkirchner mehr für den Kindergarten, besser gesagt für das Essen, zahlen müssen als Gemeindebürger. Unter anderem der Kindergartenreferent, Stadtrat Jürgen Mainhard (ÖVP) bezeichnete es als nicht fair, dass Leute, die nur knapp außerhalb der Gemeindegrenzen wohnen, ihren Lebensmittelpunkt aber trotzdem in der Tiebelstadt haben, weniger unterstützt werden. Trotz heftiger Diskussionen fand sich aber trotzdem eine Mehrheit für den Antrag - die neue Beitragsregelung wurde mit 19 zu elf Gegenstimmen beschlossen.

Neue Kinderbetreuung

In einem weiteren Punkt beschäftigte sich der Gemeinderat ebenfalls mit der Kinderbetreuung. Und zwar wurde der Verkauf eines Grundstückes am westlichen Ende des Amthof-Schotterparkplatzes einstimmig beschlossen. Auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche, die um 72 Euro pro Quadratmeter den Besitzer wechselt, plant das Unternehmen "Kindernest" eine neue Betreuungseinrichtung.

HANNES STEINMETZ

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