Der "Thron" über dem Glantal
1996 begann man damit, die Burgruine Glanegg zu revitalisieren.
Heutzutage ist die Burg Glanegg kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der gleichnamigen Gemeinde. Aber noch vor rund 15 Jahren sah man nur einige Steine aus dem Dickicht ragen. Damals wurde die Ruine wieder "entdeckt".
Unter dem Burghügel befindet sich eine Talenge. Vermutlich handelte es sich um eine Mautstelle. Aber Glanegg war auch Landgericht, die Herren der Burg durften Strafen gegen Leib und Leben aussprechen. Wer die Burg ursprünglich erbauen ließ, ist nicht bekannt. Vermutlich waren es die Eppensteiner, ein großes mittelalterliches Adelsgeschlecht. 1136 wurde die Burg erstmals erwähnt, ein gewisser Walther de Glanheche als Lehensherr angeführt. Von da an taucht die Burg immer wieder in Quellen auf. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde sie auch als Schloss bezeichnet, nach 1860 begannen Teile zu verfallen.
Die ausgedehnte Anlage weist Baustile vom Romanischen bis zur Renaissance auf. Glanegg ist nach Hochosterwitz und Landskron die drittgrößte Wehranlage Kärntens. Auf dem Burghügel und in der Umgebung gibt es übrigens auch urgeschichtliche und römische Funde. 1996 wurde die Burg, die nun im Besitz der Familie Zwillink ist, von der Gemeinde gepachtet und dem "Burgverein Glanegg" übergeben, der sich um die Revitalisierung kümmert. Nun ist die mächtige Wehranlage wieder weithin sichtbar.












