Ohne Fernseher WM-begeistert
Bo Larsen glaubt fest an "sein" dänisches Team. Die WM-Spiele verfolgt er in Lokalen.
Die Liebe führte den Dänen Bo Larsen im September 2009 in die Tiebelstadt. "Meine Freundin kommt aus Feldkirchen, ich habe sie vor zwei Jahren am Oktoberfest in München kennengelernt." Die Krankenschwester, die in München arbeitet, kaufte kürzlich in Deutsch Griffen eine Almhütte, welche derzeit renoviert wird. Weil die Schwestern seiner Partnerin in Feldkirchen leben, entschied sich Larsen dort für eine Wohnung.
Hier gefallen dem Sportler, der gerne "zu Fuß nach Bodensdorf und zurück" geht, vor allem die Natur und der Wald. In seiner Jugend spielte er selbst Fußball. Radfahren, Badminton und Schwimmen zählen nach wie vor zu seinen Hobbys. "Ich vermisse nur das Meer, früher war ich in zehn Minuten mit dem Fahrrad am Strand", so der Mann aus Kopenhagen, der zwölf Jahre lang für die dänische Marine in einem U-Boot tätig war. Derzeit besucht Larsen einen Wifi-Kurs, um danach beruflich neu durchstarten zu können: "Ich möchte gerne etwas mit meinen Händen arbeiten, ein Bürojob ist nichts für mich."
Die WM-Spiele schaut sich der 47-Jährige in Lokalen an, weil es in seiner Wohnung keinen Fernseher gibt. Dass Dänemark gute Spieler hat - unter anderen seinen Namenskollegen Larsen -, steht für ihn außer Frage. Der Wahlfeldkirchner geht davon aus, dass es Dänemark bis ins Viertelfinale schaffen wird. Das Finale werden seiner Meinung nach Brasilien und Spanien bestreiten. Sein persönliches Fußball-Highlight bisher: "Als Dänemark im Jahr 1992 das EM-Finale gegen Deutschland gewonnen hat." SUSANNE LAGGNER-PRIMOSCH










