Die Stadt wird heuer von Napoleon belagert
Stadtmuseum widmet seine diesjährige Sonderschau dem Franzosenkaiser und seinen Spuren im Bezirk Feldkirchen. Die Museumssaison startet am 15. Juni und dauert bis Mitte September.
Im vergangenen Jahr widmete das Landesmuseum in Klagenfurt unter dem Titel "Karambolage 1809" der Zeit Napoleons eine Sonderausstellung. In dieser Saison reitet der Franzosenkaiser in Feldkirchen ein. Im Stadtmuseum wird bis Mitte September die Schau "Die Franzosenzeit - Feldkirchen an der Grenze zwischen Illyrien und dem Habsburger Reich" zu sehen sein.
Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen im Missonihaus auf Hochtouren. In drei Ausstellungsräumen reihen sich zahlreiche Exponate aneinander. Für die historische Aufbereitung zeichnet Christine Terkl, die Stellvertreterin von Museumsvereinsobmann Gerhard Huber, verantwortlich. Zusammengearbeitet wurde im Vorfeld mit dem Kärntner Landesmuseum, dem Landesarchiv, dem Museum der Stadt Villach sowie dem Museo Etnografico in Malborghetto.
Thema mit Zukunft
Und so kann man ab 15. Juni einige Stücke herzeigen, auf die man durchwegs stolz ist. Terkl: "Erstmals wird die originale Brieftasche des Krapfenbäck Simele öffentlich vorgestellt." Der wohl bekannteste Räuber Kärntens, der eigentlich Simon Kramer hieß, wurde von den Franzosen gejagt und auf der Wegscheide nahe St. Urban erschossen. Von der Verfolgung zeugt ein originaler Steckbrief, der ebenfalls im Museum zu sehen sein wird. Aber auch eine Kanonenkugel, ein Grenzstein sowie ein Spotttuch mittels dessen man einst die Kritik an Napoleon illustrierte, zählen heuer zum Fundus.
Begleitend zur Sonderausstellung bringt der Museumsverein wieder eine Broschüre mit einer geschichtlichen Abhandlung und der Erklärung der Exponate heraus. Und Obmann Huber kündigt an: "Derzeit wird eine Karte gedruckt, welche die Grenzen des Illyrischen Reiches zeigt. Diese kann man dann mit einer Landkarte von heute vergleichen." Geht es nach dem Museumsvereinsobmann, könnte die Geschichte Napoleons im Bezirk auch Zukunft haben. "Es gibt die Intention, eine Napoleon-Wanderung zu kreieren."
Features
DER VEREIN
Gründung. Der Museumsverein wurde im Jahr 1990 ins Leben gerufen
Fund. Ausschlaggebend war der Fund einer gotischen Zinnflasche in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn
Obmänner. Gründungsobmann war Hans Neuhold (heute Ehrenobmann). 2001 übernahm Herbert Steiner für ein Jahr die Obmannschaft. Derzeit ist Gerhard Huber Museumsvereinsobmann, seine Stell- vertreterin ist Christine Terkl
Mitglieder. Rund 120, insgesamt rund 400 Freunde und Gönner
Besucher. Zwischen 1500 und 3000 jährlich
Kontakt. www.museum-feldkirchen.at
Information. Im Touristikbüro unter (0 42 76) 21 76
MUSEUMSSAISON
Stadtmuseum. Ausstellungsräumlichkeiten im Bamberger Amthof und im Missonihaus
Sonderschau. "Die Franzosen-zeit - Feldkirchen an der Grenze zwischen Illyrien und dem Habsburger Reich" (Sonderschau im Missonihaus)
Eröffnung. Montag, 14. Juni, 18 Uhr, im Festsaal des Amthofes
Öffnungszeiten. 15. Juni bis 17. September (Juli/August: Montag bis Sonntag 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr; Juni/September: Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr
Eintritt. Erwachsene 3 Euro, Gruppen 2 Euro, Kinder, Schüler und Kärnten Card-Besitzer frei











