Die "vergessene" Burg
Über Ruine Stattenberg bei St. Urban ist heute nur mehr wenig bekannt.
Wenn man von Liemberg wenige Kilometer in Richtung St. Urban fährt, sieht man über dem Ort Stattenberg eine auffällige, felsige Waldhöhe. Darauf erhob sich einst eine Zwillingsanlage.
Doch heute ist nur mehr wenig über die Burg bekannt. Sie ist eher klein, vom Baustil romanisch und die Hauptburg ist annähernd quadratisch. Sie ist sehr verfallen, nur noch die Grundrisse der ehemaligen Festung sind zu erkennen. Erhalten haben sich auch Teile der äußeren Ringmauer. Gegen Norden kann man noch einen tiefen Graben sehen, der durch einen abgetrennten Felskopf begrenzt wird. Im Osten - etwas tiefer liegend - sind wenige Reste der Vorburg nur noch zu erahnen.
Es gibt keine urkundlichen Nachrichten über die Anlage. Niemand weiß, wann sie erbaut oder warum sie wieder verlassen wurde. In der Chronik von St. Urban ist zu lesen, dass Stattenberg "stiller Berg" bedeutet. Heute noch sagt man in der Mundart "sei stat" - also "sei still".
Der Geschichtsschreiber Hieronymus Megiser (14. und 15. Jahrhundert) und Johann Weichard von Valvasor (15. Jahrhundert) beschreiben Stattenberg als ein "ödes Schloss" - das bedeutet, es war bereits verfallen. Megiser zählt die Stattenberger zu den ausgestorbenen Geschlechtern: Wahrscheinlich war die Burg Sitz der Stattenberger, aber Urkunden gibt es keine dazu. Megiser ist sogar der Meinung, dass die Stattenberger wegen der "fraw Maultasch" ausstarben. Aber wie heute bekannt ist, war die Gräfin Maultasch wahrscheinlich nie in Kärnten und außerdem friedliebend. 1200 tritt sogar ein Friedrich von Stattenberg auf. Aber wer er war und ob er wirklich zur Burg gehörte, bleibt vergessen. CORINA KUHS











