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Zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 um 10:53 UhrKommentare

Mutter sucht vergeblich nach Hilfe

Claudia Peukner erhält vom "Hilfswerk" keine Tagesmutter mehr zur Verfügung gestellt. Diese sei im Dauerkrankenstand, begründet das "Hilfswerk" die derzeitige Situation.

Claudia Peukner mit dem vierjährigen Sohn Dominik

Foto © Laggner-PrimoschClaudia Peukner mit dem vierjährigen Sohn Dominik

Claudia Peukner, die vor drei Jahren aus Deutschland nach Feldkirchen übersiedelte, ist vom "Hilfswerk" enttäuscht: "Sie machen Werbung für mobile Tagesmütter und meinen Vertrag haben sie plötzlich auf unbestimmte Zeit ausgesetzt." Jetzt hängt die Krankenschwester und Mutter eines vierjährigen Kindes, die in der Tiebelstadt keine Verwandten hat und daher auf fremde Hilfe angewiesen ist, buchstäblich in der Luft.

Dabei geht es bei ihr nur um rund drei Stunden pro Woche, in denen die Vollzeit-Berufstätige eine mobile Tagesmutter benötigt. "Das sind die Überbrückungszeiten bis der Kindergarten öffnet, wenn ich aus dem Nachtdienst komme, oder abends, wenn der Kindergarten schon geschlossen hat", sagt die 31-Jährige. Weil ihr Ehemann bei einer Baufirma im Gailtal arbeitet, kann er sich zu diesen "Randzeiten" auch nicht immer um den kleinen Dominik kümmern. Peukner, die deshalb einen Betreuungsvertrag mit dem "Hilfswerk" abgeschlossen hat, zahlte bisher an dieses Unternehmen 15 Euro pro Stunde.

Fixe Betreuungszeiten

"Leider ist unsere Tagesmutter im Dauerkrankenstand", sagt Heinz Leitner vom "Hilfswerk". Derzeit werden mobile Tagesmütter aus St. Veit und Villach eingesetzt. Außerdem decken Heimhilfen einen Teil des Bedarfes ab. "Vorrangig werden von uns jene Mütter behandelt, die fixe Betreuungszeiten brauchen", so Leitner. Um Frauen wie Claudia Peukner unterstützen zu können, müsste er den Dienstplan der Krankenschwester zumindest einen Monat im Voraus erhalten.

"Bisher haben wir immer super jongliert und noch jedes Problem gelöst", sagt der Feldkirchner Einsatzleiter, der sich bemühen will, auch im Fall Peukner eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden.

SUSANNE LAGGNER-PRIMOSCH

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