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    Zuletzt aktualisiert: 21.04.2010 um 23:01 UhrKommentare

    Die Zukunft hat für Waldy schon begonnen

    Der Rennstall von Hermann Waldy hat "Zuwachs" bekommen. Und am Wochenende startet sein 42. Motorsport-Jahr.

    Foto © Köstinger

    Zurückblicken kann Hermann Waldy auf 42 Jahre Motorsport. 1968 startete der 62-jährige Feldkirchner erstmals einen NSU TTS. 2010 bestritt er seine 13. Bergrennsportsaison, trug sich bisher je vier Mal als Staats- und Vizestaatsmeister in die Geschichtsbücher ein. Doch vor Beginn der heurigen Bergerstürmungen tun sich für den erfolgsgewohnten Motorsportler einige Fragezeichen auf. Waldy humpelt noch, im Feber musste er sich in Althofen einem Eingriff an der rechten Hüfte unterziehen: "Beim Fahren spür ich keine Beeinträchtigung: Gasgeben ist kein Problem, Bremsen auch nicht, weil ich Linksbremser bin!" Die 130 Kilo, die beim Reynard-F3000 zum Bremsen als Kraft aufgewendet werden müssen, würde das rechte Bein nicht vertragen. Getestet hat er seine Schnelligkeit und Reaktion schon beim steirischen Bergrallyecup am Pöllauberg, außer Konkurrenz flog er mit Streckenrekord ins Ziel.

    Tag der Wahrheit

    Doch der Tag der Wahrheit ist am Sonntag, beim "Großen Bergpreis von Österreich", dem EM-Lauf am Rechberg. Waldy liebt diese Strecke, erhält aber außerordentlich starke Konkurrenz: "20 Formel-3000, insgesamt 30 Rennwagen sind da, das wird ganz, ganz hart", gibt er sich realistisch. Waldy fährt seinen 580-PS-starken Boliden aus dem Jahre 1994 mit den technischen Feinheiten des Vorjahres. Zum Tüfteln blieb wegen der Erkrankung zu wenig Zeit.

    Waldy weiß, ewig wird auch er nicht ins Cockpit steigen, deshalb bastelt er schon an der Zukunft. "Vielleicht als Teamchef mit eigenen Autos", sinniert er. Sein Rennstall hat vor wenigen Tagen prominenten Zuwachs bekommen. In Japan kaufte Waldy zwei Lola F3000, Baujahr 2006, die in Asien die Formel Nippon fahren. "In puncto Technik und Sicherheit absoluter Formel-1-Standard, es werden Europas modernste Bergsportgeräte sein", schwärmt Waldy, der die beiden Wagen in seiner Werkstätte vorbereiten wird. Einer ist für ihn, einer wird vermietet oder verkauft. Eines hat der 1.82 große Waldy im Lola: endlich Platz. "Die Bergrennen werden immer kurviger, da braucht man Platz am Lenkrad!" Bis zum Sommer sollen die Neuen fertig sein.

    GERT KÖSTINGER

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