Fleißige Jugendliche sind gefragt
Feldkirchner Unternehmer sind bei der Wahl ihrer Sommermitarbeiter kritischer geworden. Wer Arbeitseifer an den Tag legt, hat trotzdem gute Chancen auf eine Stelle in den Ferien.
Wir lassen uns heuer mehr Zeit bei der Auswahl der Ferialpraktikanten, um uns die Geschäftsentwicklung anzuschauen", sagt Franz Roge, Geschäftsführer der Tewa Wellpappenfabrik GmbH in Feldkirchen. Er ist nicht der einzige Unternehmer im Bezirk, der so denkt: Die Wirtschaftskrise zwingt viele von ihnen, ihre Arbeitskräfte genauer auszuwählen. Wer aber fleißig arbeitet und motiviert ist, hat gute Chancen, auch in diesem Sommer eine Ferialstelle zu bekommen.
In den meisten Betrieben kann man sich noch bis Anfang April bewerben, wie zum Beispiel auch bei der Stadtgemeinde Feldkirchen. "Wir vergeben jährlich etwa 40 Ferialjobs. Der Bürgermeister versucht immer, möglichst viele Jugendliche unterzubringen", heißt es aus dem Bürgermeisterbüro. Zahlreiche der künftigen "Sommermitarbeiter" der Stadt werden im Bauhof untergebracht, aber auch im Amt selbst gibt es Ferialstellen. Arbeiten kann man in der Stadtgemeinde für jeweils vier Wochen, ebenso wie bei Tewa, wo etwa sechs bis acht Jugendliche pro Sommermonat heuer eine Arbeit finden werden.
Wer länger arbeiten will, könnte sich etwa beim Heidi-Hotel Falkertsee bewerben. Dort werden ausschließlich Ferialjobs und Praktikumsplätze für zwei bis drei Monate vergeben. "Bei uns müssen die Bewerber vor allem Fröhlichkeit, Lust am Arbeiten und Motivation mitbringen", sagt Gisela Köfer vom Familienbetrieb. Im Heidi-Hotel werden heuer etwa drei bis fünf Ferialjobs vergeben. Zusätzlich bietet man dort Jugendlichen, die die Hotelfachschule besuchen, Plätze an, damit diese ihr Pflichtpraktikum absolvieren können - in jedem Bereich der Hotellerie wird je ein Schüler aufgenommen. Bewerben kann man sich auch dort noch bis Anfang April.
Letzte Chance
Grundsätzlich hat man in der Gastronomie ohnehin meist gute Chancen, einen Job zu bekommen. In Tourismusbüros allerdings sollte man sich schon relativ früh bewerben, wenn man im Sommer dort einen Job haben möchte. In jenem in Ossiach etwa sind die drei Jobs, die heuer für die Ferienzeit vergeben werden, nämlich schon besetzt.
Noch nicht vergeben sind die Ferialjobs bei der Firma Embatex. Trotzdem sollte man schnell sein, wenn man dort noch eine Stelle ergattern will. Bei Embatex werden nämlich in den kommenden beiden Wochen die Jobs an jene zwei bis vier Jugendlichen vergeben, die im Juli für je vier Wochen beim Unternehmen werken dürfen. "Wir nehmen vorzugsweise Jugendliche auf, die eine technische Ausbildung machen, also hauptsächlich HTL-Schüler", heißt es aus dem Personalbüro des Unternehmens. Wie in den meisten Betrieben liegen dort bereits weitaus mehr Bewerbungen vor, als es offene Stellen gibt.
Features
Fakten
Bewerbung. Im Schreiben sollte man sich, wenn vorhanden, auf ein Stellenangebot beziehen und darauf, wie lange man arbeiten möchte. Ganz wichtig: Foto beilegen
Lebenslauf. Ein kurzer Lebenslauf in Stichworten genügt
Persönlicher Kontakt. Noch besser ist es, persönlich samt Bewerbung und Lebenslauf ins Unternehmen zu gehen, einen Termin für ein Bewerbungsgespräch auszumachen oder - ist das nicht möglich - zumindest anzurufen
Offene Stellen. Gibt es unter www.ams.at und www.arbeitszimmer.cc
Arbeitszeit und Lohn. Wer nicht sicher ist, ob er genug bezahlt bekommt oder fürchtet, seine erlaubte Arbeitszeit zu überschreiten, kann sich bei Wirtschafts- und Arbeiterkammer informieren












