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Zuletzt aktualisiert: 11.03.2010 um 10:27 UhrKommentare

Bezirk hat das Land fest in der Hand

Feldkirchen stellt Landeshauptmann, ÖVP-Chef und demnächst vielleicht auch SPÖ-Vorsitzenden.

Spitzenpositionen der Feldkirchner: Landeshauptmann Dörfler, ÖVP-Chef Martinz und Seiser, der sich erst der Wahl stellen muss (von links)

Foto © APA (3)Spitzenpositionen der Feldkirchner: Landeshauptmann Dörfler, ÖVP-Chef Martinz und Seiser, der sich erst der Wahl stellen muss (von links)

E ines vorweg: Man mag von den einzelnen politischen Gesinnungen und Leistungen in diesem Fall halten, was man will. Fakt ist, dass sich nach dem SPÖ-Landesparteitag am 27. März eine wohl einzigartige und sicher noch nie da gewesene Situation für den Bezirk Feldkirchen ergeben könnte.

Seit vergangener Woche steht nämlich - wie berichtet - fest, dass auch der Feldkirchner Herwig Seiser für das Amt des SP-Landesparteivorsitzenden kandidiert. Er wäre im Falle seiner Wahl neben dem Ossiacher Josef Martinz von der ÖVP der zweite Landesparteivorsitzende, der aus dem Bezirk Feldkirchen kommt. Und auch in den Reihen der FPK steht der Bezirk derzeit ganz vorne in Kärnten. In diesem Fall zwar nicht mit dem Landesparteichef, dafür aber mit dem Himmelberger Gerhard Dörfler als Landeshauptmann.

Schenken sich nichts

"Der Bezirk bekommt landespolitisch dadurch sicherlich ein anderes Gewicht. Man kann viel mehr tun, wenn man in einer entsprechenden Position ist", so der derzeitige SPÖ-Klubobmann Seiser. Auch Landeshauptmann Dörfler ist sich sicher, durch seine politische Funktion seine Visitenkarte im Bezirk Feldkirchen bereits hinterlassen zu haben: "Die Menschen erwarten sich das ja auch zu Recht."

Dass die beiden ihr persönliches Engagement für den Bezirk gegenseitig natürlich ganz anders einschätzen, überrascht wohl wenig. VP-Chef Martinz war gestern für keine Stellungnahme zu diesem Thema zu erreichen, er weilte in Wien.

Eines aber noch zum Schluss: Sollte die politische Zukunft diese "Bezirks-Konstellation" auf Landesebene wirklich bringen, so hat doch die Vergangenheit bereits des Öfteren gezeigt: Schenken werden sich die Feldkirchner untereinander sicherlich nichts.

CHRISTIANE CANORI

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