Wirbel um anonymes Schreiben
Schwere Vorwürfe gegen den Betreiber des Feldkirchner Amthof-Cafès. Dieser weist Anschuldigungen als haltlos zurück. Die Bezirkshauptmannschaft kündigt Kontrollen an.

Foto © Schusser, Amthof, Graimann
In einem anonymen Schreiben - das an die Medien sowie an die Bezirkshauptmannschaft, Finanzamt und Gemeinde ergangen ist - sieht sich das Feldkirchner Amthof-Café mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Diese reichen von illegaler Mitarbeiter-Beschäftigung bis hin zu hygienischen Mängeln. "Stimmt nicht", so der Betreiber Jürgen Mainhard, der gleichzeitig Stadtrat der ÖVP ist.
Zur Anschuldigung der Beschäftigung von Mitarbeitern ohne Anmeldung sagt Mainhard, dass alles in Ordnung und auch belegbar sei. Was den Vorwurf des durch Theke und Kühlschränke verstellten Fluchtweges betrifft, kündigt er weitere Schritte an: "Ich bin zwar der Meinung, dass der Durchgang noch immer breit genug ist, werde dies aber vom Bauamt prüfen lassen."
Gänzlich von der Hand weist er die weiteren im Raum stehenden Vorwürfe: Diese betreffen etwa das Überschreiten der Sperrstunde oder mangelnde Hygiene auf den Toiletten sowie in der Küche. Mainhard: "Noch gestern Abend war die Lebensmittelpolizei bei mir im Café, hat alles kontrolliert und für in Ordnung befunden." Was eine nicht ordnungsgemäß montierte, sondern nur auf einen Handtuchspender gelegte Lampe betrifft, spricht der Gastwirt von einer kurzzeitigen, bereits wieder behobenen Übergangslösung, da die fix montierte Beleuchtung kaputt war.
Gänzlich unklar ist für den Beschuldigten, von welcher Seite die Vorwürfe kommen. "Es ist vielleicht ein Neider. Es könnte aber auch von politischer Seite kommen", so Mainhard, der darauf hinweist, dass sich vor wenigen Jahren ähnliche Vorwürfe als haltlos erwiesen haben.
Seitens der Bezirkshauptmannschaft, der das Schreiben auch zugegangen war, kündigt man an, die Sachlage zu prüfen. "Was in unsere Zuständigkeit fällt, wie etwa die Einhaltung der Sperrstunden oder der Sicherheitsrichtlinien, wird von uns kontrolliert werden. Weitere Beanstandungen werden an zuständige Stellen weitergeleitet", sagt Bezirkshauptmann Dietmar Stückler. Allfällige Probleme mit der Einhaltung der Sperrstunden seien, laut Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann, der Exekutive nicht bekannt.











