Kurzbesuch wurde zu neuem Leben
Eigentlich wollte der Feldkirchner Eberhard Kavalirek (53) in England und Frankreich berufliche Erfahrungen sammeln. Aus einem kurzen Stopp in Deutschland wurden mittlerweile 35 Jahre.

Foto © PrivatAuslands-Feldkirchner Eberhard Kavalirek mit seiner Frau Heike und den beiden Kindern Celina und Pierre
Es war der Reiz der weiten Welt, der den Feldkirchner Eberhard Kavalirek zum Entschluss brachte, auszuwandern. "Die zur damaligen Zeit in Österreich begrenzten Einkommensverhältnisse taten ihr Übriges", so der heute 53-Jährige. Im Herbst 1975 verließ Kavalirek, der im Kinderheim in Waiern bei Feldkirchen aufwuchs, deshalb seine Heimat.
"Ich ging damals mit meinem Arbeitskollegen Harald Golob, der ebenfalls gelernter Koch war, nach Deutschland", sagt Kavalirek. Eigentlich wollten die beiden dort nur einen Kurzaufenthalt einlegen, um danach in England und Frankreich in ihrem Beruf Erfahrungen zu sammeln. "Aus dem geplanten kurzen Stopp sind bei mir mittlerweile fast 35 Jahre geworden", erzählt der Auslands-Feldkirchner.
"Will zurückkehren"
Mittlerweile lebt Kavalirek mit seiner Frau Heike und den beiden Kindern Celina und Pierre in einem Haus im Zentrum der Stadt Hünfeld im deutschen Bundesland Hessen. Der 53-jährige Familienvater arbeitet in der Küchenmöbelindustrie als Vertriebsleiter für Westdeutschland. An seiner nach all den Jahren natürlich gar nicht mehr so neuen Heimat gefallen Kavalirek die beruflichen und schulischen Möglichkeiten, "und die soziale Sicherheit meiner Familie".
An Feldkirchen und Kärnten vermisst der Auswanderer die tolle Landschaft. Kavalirek: "Und natürlich den kleinen Rest meiner Familie. Es leben hier noch mein Lieblingsonkel Karl, meine Schwester Silvia Fischer sowie mein Cousin Kurt Petelin." Mindestens zwei Mal pro Jahr versucht Kavalirek nach Feldkirchen zu kommen, wenn es sich ausgeht auch öfters.
Eines steht für den Auslands-Feldkirchner schon jetzt fest: Er will auf jeden Fall wieder nach Kärnten "zurückwandern". "2019, 2020 plane ich meine Rückkehr. Darauf freue ich mich ungemein."
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