Protest wegen des Lärms wird laut
Auf der Sonnenwiese in Waiern bei Feldkirchen werden Wohnungen gebaut. Anrainer beklagen immer stärker werdende Lärmbelästigung. Sogar rechtliche Schritte wurden schon überlegt.

Foto © GraimannBauarbeiten auf der Sonnenwiese
Seit 1997 sprießen in Waiern Wohnblöcke wie die Pilze aus dem Boden. Aktuell wird nun auch die so genannte Sonnenwiese bebaut Dies erregt nun erneut Widerstand von Seiten einiger Anrainer, die von einer "erheblichen Lärmbelästigung" sprechen. Es gibt aber auch noch ein zusätzliches Argument für den Protest, nämlich, dass die Widmung unter Nichtbeachtung des Ortsentwicklungskonzeptes erfolgt sei.
Anwohner Michael Pipper bringt Paragraph 13, Absatz 7 des Kärntner Gemeindeplanungsgesetzes ins Spiel, der seiner Meinung nach eine Umwidmung von Grünfläche in Bauland nicht ermöglichen hätte dürfen. Außerdem grenze die Sonnenwiese direkt an das Landschaftsschutzgebiet Flatschach und an das Naherholungsgebiet Körausbach an.
"Ruhe für immer vorbei"
Eine Erklärung dafür will Pipper womöglich in der Doppelfunktion des ehemaligen Vizebürgermeisters Herwig Seiser, der zum damaligen Zeitpunkt der zuständige Referent und gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Bauwerbers war, gefunden haben. Dieser weist die Vorwürfe aber vehement zurück: "Es gab einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss", so Seiser.
Für Pipper und den Großteil der Anrainer steht unterdessen fest: "Es haben alle hier ansässigen Bewohner diesen Ort als ihren Lebensmittelpunkt gewählt, weil absolute Ruhe herrschte. Das ist nun für immer vorbei. Den Baufahrzeugen folgt ein starker Verkehr aus der Siedlung, der uns schon jetzt zusetzt." So gab es sogar schon Überlegungen, eine Klage beim Verwaltungsgerichtshof einzubringen. Jedoch sieht Norbert Wohlgemuth, ebenfalls Anrainer, durch diesen Schritt unabschätzbare Kosten auf die Bewohner zukommen.
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Michael Pipper mit dem OrtsentwicklungskonzeptFoto © Graimann












