Ärzte helfen mit System
Seit zehn Jahren gibt es das Notarztsystem im Bezirk Feldkirchen. Die Bilanz: knapp 88.000 Bereitschaftsstunden und 8000 Einsätze.

Foto © KöstingerDas Notarzt-Team rettet jeden Tag Leben
Sonntagabend gegen 19 Uhr kam eine 61-jährige Hausfrau mit ihrem Fahrrad auf einer Brücke in Feldkirchen zu Sturz. Sie zog sich schwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung durch den sofort herbeigeeilten Notarzt wurde die Frau mit dem Hubschrauber in das Unfallkrankenhaus geflogen." So lautete eine Meldung in der Kleinen Zeitung. Es war dies nur einer von rund 8000 Einsätzen in den vergangenen zehn Jahren.
So lange gibt es nämlich das Notarztsystem im Bezirk Feldkirchen. Aus diesem Grund wird heute intern in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Feldkirchen gefeiert und Bilanz gezogen.
Interne Notfälle
"In der Vergangenheit musste der Dienst habende praktische Arzt bei einem Notfall angefordert werden, der oftmals nicht sofort zur Stelle sein konnte. Durch die Einrichtung des Notarztsystems war es möglich geworden, bei jedem Notfall einen ausgebildeten Notarzt innerhalb kurzer Zeit zum Patienten zu bringen und diesen zu versorgen", so Notfallsanitäter Florian Biedermann, der "Mann der ersten NEF-Stunde". Auch Bezirksrettungsarzt Roland Steiner unterstreicht den Vorteil, dass nicht der Patient zum Arzt gebracht werden muss, sondern der Arzt zum Patienten kommt.
Insgesamt 25 Notärzte und zehn Notfallsanitäter gibt es im Bezirk. Diese werden zu durchschnittlich 800 Einsätzen pro Jahr gerufen. Die Hälfte davon sind interne Notfälle, gefolgt von neurologischen Notfällen. Erst 2007 bekam man ein neues Notarzteinsatzfahrzeug.
Features
Bilanz
Bestehen. Seit 1999 gibt es das Notarztsystem in Feldkirchen
Ablauf. Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) rückt gemeinsam mit dem Rettungswagen aus
Einsätze. In den vergangenen zehn Jahren rund 8000
Bereitschaft. 87.672 Stunden
Notärzte. 25 Männer und Frauen
Standort. Von Montag bis Freitag zwischen 6.30 und 14.30 Uhr ist das NEF im Krankenhaus Waiern stationiert, die Besetzung erfolgt durch das Krankenhaus. In der übrigen Zeit befindet sich das Fahrzeug in der Rotkreuz-Bezirksstelle
Notfallsanitäter. Zehn im Bezirk
2008. Durchschnittlich 800 Einsätze gibt es pro Jahr. 2008: interner Notfall (50 Prozent), neurologischer Notfall (18 Prozent), Sport-/Haushaltsunfall (10 Prozent), Verkehrsunfall (8 Prozent), Sonstige (14 Prozent)











