Mehr Bettler auf Feldkirchens Straßen
In jüngster Zeit wurden immer mehr Bettler vor Geschäften und an belebten Plätzen im Stadtgebiet von Feldkirchen beobachtet. Verdienen tun aber nur die Hintermänner.

Foto © APADas Bettelnist längst nicht mehr nur ein "Phänomen" von Großstädten
Man kennt diese Bilder aus größeren Städten: Bettler sitzen an stark frequentierten Plätzen, um den ein oder anderen Euro von Passanten zu bekommen. Ein Bild, das mittlerweile auch in vielen kleineren Städten gang und gäbe ist. In Feldkirchen, so Beobachter, hat die Zahl von Bettlern gerade in jüngster Zeit zugenommen. Vor allem vor Lebensmittelgeschäften lassen sich die Männer und Frauen nieder.
Dahinter steckt oft großes, menschliches Leid. Denn es handelt sich dabei zumeist um Personen aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder der Slowakei, die von Hintermännern zum Betteln gezwungen werden.
Ausgebeutet
Mit Bussen werden sie angekarrt, am Morgen ausgesetzt und am Abend mit dem "Tageslohn" wieder eingesammelt. Von diesem bleibt den armen Menschen aber kaum etwas. So stellt sich für viele Passanten oft die Frage, ob man den Bettlern überhaupt Geld geben soll. Denn, wie der Feldkirchner Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann bestätigt, fördert man in der Regel damit ein lukratives Geschäft für die Hintermänner. An diese ranzukommen sei sehr schwer und, so Holzmann: "Es ist generell schwierig, gegen diese Bettler-Kolonnen etwas zu unternehmen." Außer es handelt sich dabei um aggressives Betteln, das ist nämlich verboten, kommt aber auch kaum vor.
So ziehen die Kolonnen meist gleich schnell wieder weiter, wie sie gekommen sind.











