Kärntner erhielt erneut Umweltgütesiegel
Christian Wernhart (48) und sein Unternehmen Embatex wurden erneut mit dem Umweltgütesiegel der Republik ausgezeichnet.

Foto © Holzer
Das Geschäft mit Druckertonern ist ein schmutziges - in mehrerlei Hinsicht. Einerseits gibt es da Tonerstaub und alle möglichen Flüssigkeiten. Wenn man trotz dieser Problemstoffe das Umweltzeichen des Bundes bekommt, ist das schon eine Auszeichnung. Embatex aus Feldkirchen gelang dies bereits zum wiederholten Male.
Im Gegensatz zu Originalpatronen sind die Feldkirchner Wiederbefüllungen (Eigenmarke "Emstar" und Handelsmarken wie "Spar Office") nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch günstiger. Christian Wernhart rechnet Einsparungen von 30 bis 70 Prozent vor - je nach Drucker.
Nach der Rückkehr vom Auslandsstudium Anfang der 1990er Jahre suchten Wernhart und dessen mexikanische Frau Gabriela nach einer Geschäftsidee. "Verbrauchsmaterialien versprachen gute Chancen. Und das war die Zeit, als Computer groß wurden", erinnert sich Wernhart.
Kleiner Fisch gegen Markt-Haie
Den globalen Konzernen ist die kleine Embatex mit ihren 240 Mitarbeitern ein Dorn im Auge. Schließlich geht es um ein Milliardengeschäft. Die Großen der Branche würden fast alles unternehmen, um Wernharts Geschäft unmöglich zu machen. "Dennoch haben sie ein kleines Interesse daran, dass es uns gibt. Ansonsten hätten sie wohl Probleme mit der EU-Wettbewerbskommission", meint Wernhart, der Chef des Verbands Europäischer Recycling-Unternehmen ist. So schlecht lebt Embatex nicht. "In der Krise wird gespart und so greifen viele zu den günstigeren Recycling-Kartuschen."
Auch privat hat es Wernhart mit der Nachhaltigkeit: "Ich kaufe mir lieber gleich etwas Gescheites. das kostet zwar vieleicht dreimal so viel, dafür hält es aber auch viel länger." Selbstredend wird im Haushalt der Wernharts der Müll getrennt und Energie gespart. Gemeinsam mit seiner Frau und der 17-jährigen Tochter liebt Wernhart das Schifahren. "In Kärnten und einmal im Jahr auch am Arlberg."











