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    Zuletzt aktualisiert: 22.08.2009 um 19:46 UhrKommentare

    Schurian: "In mir war immer schon diese Lust an der Sprache"

    Die Ex-ORF-Moderatorin und jetzige Kulturchefin des Standard Andrea Schurian über ihre Kindheit in Feldkirchen, ihre Karriere und die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

    Andrea Schurian (rechts) im Gespräch mit Canori

    Foto © CanoriAndrea Schurian (rechts) im Gespräch mit Canori

    Sie haben das Schreiben zu Ihrem Beruf gemacht. Wie sind Sie dazu gekommen?

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    Schurian erzählt, wie sie zum Journalismus kam

    ANDREA SCHURIAN: Ich habe eigentlich schon sehr früh begonnen, mich mit der Sprache zu beschäftigen. In mir war einfach immer diese Lust an der Sprache. Als Kind bin ich meinen Eltern damit oft auch ziemlich auf die Nerven gegangen, weil ich immer alles ausgebessert habe. Später habe ich ein Dolmetschstudium in Wien begonnen, wechselte dann aber zu Publizistik.

    Der Titel Ihrer Dissertation 1982 lautete "Der Agitationswert der Abtreibungsfrage in den sozialdemokratischen Medien der Zwischenkriegszeit. Ein dokumentarischer Beitrag zur Darstellung der Frau als Objekt und Subjekt politischen Handelns." Woher rührte Ihr Interesse dafür?

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    Wie sie zum ORF kam

    SCHURIAN: Während meines Studiums habe ich mich auf die Zwischenkriegszeit spezialisiert. Ich bekam zahlreiche Berichte in die Hände, in denen irrsinnig oft von Kindesmord die Rede war. Als ich mich näher damit beschäftigt habe, merkte ich, dass selbst in sozialdemokratischen Medien keine klare Position zum Thema Abtreibung bezogen wurde. Und ich habe auch erkannt, wie stark damals Männer über Frauen bestimmten.

    Wie sehr beschäftigen Sie sich heute noch mit der Rolle von Mann und Frau in der Gesellschaft?

    SCHURIAN: Beim Thema Emanzipation halte ich es wie Maria Lassnig, die einmal sagte: Es gibt keine denkende Frau, die nicht Feministin ist. Die Selbstbestimmung der Frau ist extrem gewachsen. Ganz dort, wo man hin will, ist man aber noch nicht. Ich denke dabei unter anderem daran, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer.

    Wie erging es Ihnen selbst dabei, als Frau und später dann auch als Mutter Karriere zu machen?

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    Über Kinder und Karriere

    SCHURIAN: Mir ist es eigentlich nie schwer gefallen. Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen, das ist aber für jede Frau natürlich nicht ganz einfach. Vor allem, weil es sich dabei um ein emotionales Problem handelt. Man will seine Kinder nicht so selten sehen. Obwohl ich natürlich sagen muss, dass ich diesbezüglich in einer privilegierten Situation war. Ich habe meine Kinder erst sehr spät bekommen und ich wollte bewusst miterleben, wie sie heranwachsen. Dadurch, dass ich sieben Jahre lang freischaffend war und viel in der Nacht arbeitete, hatte ich Zeit für meine Kinder.

    Wie war eigentlich Ihre eigene Kindheit in Feldkirchen und woher rührte Ihr Interesse für Kunst und Kultur?

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    Über Steindorf und den Ossiacher See

    SCHURIAN: Ich bin am Land einfach viel freier aufgewachsen als meine Kinder. Damit meine ich, dass es für Kinder in einer Großstadt wie Wien einfach viel schwerer ist, sich frei zu bewegen. Meine Tochter war beispielsweise noch nie alleine im Park. Zu meinem Interesse für Kultur: Schon als Kind bin ich mit meiner Mutter oft ins Stadttheater nach Klagenfurt gefahren. Wir hatten ein Abo. Später in Wien eröffneten sich mir natürlich ganz andere Möglichkeiten und ich nahm mir vor, dass ich das alles verstehen will. Wobei ich sagen muss, dass mich die zeitgenössische Kunst immer mehr interessiert hat.

    Kunst und Kultur bestimmen Ihr berufliches Leben. Privat sind Sie mit Künstler Rudi Stanzel verheiratet. Sind Sie auch selbst künstlerisch tätig?

    SCHURIAN: Nein, ich habe null Talent. Aber ich habe großen Respekt vor jedem, der künstlerisch tätig ist. Denn es ist ein entbehrungsreiches Leben, wenn man nicht wirklich zu den wenigen ganz bekannten Künstlern zählt.

    Sie bleiben also lieber beim Schreiben darüber. Nachdem die ORF-Sendung "Kunst-Stücke" 2002 eingestellt wurde, waren Sie sieben Jahre lang freischaffend tätig. Im vergangenen Jahr kam dann ein verlockendes Angebot.

    SCHURIAN: Ja. Beim Standard hatte man mich noch aus meiner Moderatoren-Zeit in Erinnerung und hat sich gedacht: Die wär doch gut für diesen Job. So bin ich jetzt Kultur-Ressortleiterin.

    Ein Job, den Sie bis zu Ihrer Pensionierung machen wollen?

    SCHURIAN: Das kann ich noch nicht sagen. In meinem Leben war es bisher immer so, dass sich alle fünf bis sieben Jahre etwas verändert hat. Jede neue Herausforderung ist auch eine Chance, im Geiste jung zu bleiben. Ich werde sehen, was sich ergibt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, eine Zeit lang wieder in New York zu leben.

    CHRISTIANE CANORI

    Zur Person

    Name. Andrea Schurian

    Familienstand. Verheiratet mit Künstler Rudi Stanzel

    Kinder. Theodor (zwölf Jahre) und Rosa Magdalena (zehn Jahre)

    Wohnort. Wien, Feriensitz in Steindorf, Schurian wuchs in Feldkirchen auf

    Sprachen. Englisch, Französisch, Italienisch

    Karriere. Ab 1981: Autorin für diverse Kultur- und Reisezeitschriften (darunter Globo, Geo, Merian); 1982: Promotion zum Doktor der Philosophie; 1983: einjähriger Arbeits- und Studienaufenthalt in New York; 1985 bis 2002: ständige freie Mitarbeiterin der ORF-Kulturredaktion, Reportagen, Kulturfeuilletons und Künstlerporträts; 1995 bis 1997: Moderatorin der 3Sat-Sendung "Kulturzeit"; 1996 bis 2002: Moderatorin der ZiB1-Kultur; 1998 bis 2002: Moderatorin der ORF-Sendung "Kunst-Stücke"; ab 2002: freie Moderatorin, Autorin, Kolumnistin, Filmemacherin und Medientrainerin; seit 2008: Leiterin des Kulturressorts beim Standard

    Word-Rap

    Mit dem Ossiacher See verbinde ich. . . Erholung, Stille und meine Familie.

    Der beste Film. . . "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni.

    Meine Familie. . . ist das Wichtigste für mich

    Ein Land, das ich gerne einmal bereisen würde. . . alle Länder Afrikas und Kanada.

    Eine Charaktereigenschaft, die ich nicht mag. . . Neid und Besserwisserei.

    Drei Worte, die mich beschreiben. . . neugierig, ungeduldig, perfektionistisch.

    Österreich ist für mich. . . ein schönes Land.

    Meine letzten Worte sollen einmal sein. . . auf Wiedersehen.

    Eine Person, die ich gerne einmal treffen würde. . . Freunde, dich ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

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