Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Steiermark-Ausgabe
  • 02. Oktober 2014 02:28 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Zu wenig Ärzte und zu hohe Kosten Ein Pass für unzählige Genüsse Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feldkirchen Nächster Artikel Zu wenig Ärzte und zu hohe Kosten Ein Pass für unzählige Genüsse
    Zuletzt aktualisiert: 01.08.2009 um 21:50 UhrKommentare

    Wolfgang Dittmar: "Sehe meinen Beruf als ein Privileg an"

    ORF-Redakteur Wolfgang Dittmar wuchs in Feldkirchen auf. Mit der Kleinen sprach er über seinen Beruf, Politik und bewegende Momente.

    Dittmars Schwerpunkt ist die Politik - hier am Foto mit dem Politologen Peter Filzmaier (rechts) im Rahmen einer Wahlberichterstattung

    Foto © PrivatDittmars Schwerpunkt ist die Politik - hier am Foto mit dem Politologen Peter Filzmaier (rechts) im Rahmen einer Wahlberichterstattung

    Sie sind seit 1974 beim ORF, also genau seit 35 Jahren. Wie sind Sie dazu gekommen?

    Audio

    Wolfgang Dittmar über seinen Werdegang

    WOLFGANG DITTMAR: Ich habe mein Grundstudium in Psychologie in Graz abgeschlossen. Während eines Sommers hatte ich einen langweiligen Ferialjob. Ich habe damals meinen ehemaligen Schulkollegen Werner Freudenberger gefragt, ob er nicht einen Job für mich im Landesstudio hat. Ich habe dann in der Sport-Redaktion als freier Mitarbeiter begonnen. Das war gerade eine sehr offensive Phase beim ORF, ich habe immer mehr gearbeitet und weniger studiert. Seit 1978 bin ich nun beim Aktuellen Dienst.

    Wie hat sich die Arbeit beim ORF in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt?

    DITTMAR: Man kann sagen, kein Jahr war wie das vorangegangene. Das Bundeslandfernsehen kam erst Richtung 1980er Jahre auf. Damals mussten wir nach Wien zum Schneiden fahren. Beim Radio war ich jahrelang mit Tonmeister und Funkwagen unterwegs. Heutzutage macht man alles in Eigenregie. Was jetzt in so kurzer Zeit möglich ist, war damals unvorstellbar.

    Was finden Sie eigentlich spannender, die Arbeit beim Radio oder beim Fernsehen?

    DITTMAR: Beide Bereiche sind so unterschiedlich, das kann ich schwer sagen. Mit dem Radio kann man blitzschnell reagieren. Beim Fernsehen hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

    Was macht für Sie einen guten Journalisten aus?

    Audio

    Über die Entwicklung von Radio und Fersehen

    DITTMAR: Anfangs war dieser Beruf, dadurch dass ich durch Zufall dazu gekommen bin, unglaublich anstrengend. Ich war innerlich nicht vorbereitet. Mittlerweile sehe ich diesen Beruf als Privileg an. Ich genieße große Freiheit, habe dadurch aber auch eine hohe Eigenverantwortung. Mir ist der Respekt vor dem Publikum sehr wichtig und außerdem ist es mein Bestreben, die Leute klar zu informieren, komplizierte Sachverhalte so aufzubereiten, dass sie jeder versteht. Und es ist wichtig, bei jedem Thema immer mehr als eine Seite zu sehen.

    Ihr Schwerpunkt ist die Politik. Wie schätzen Sie die derzeitige politische Lage in Kärnten ein?

    DITTMAR: Ich finde, die Landespolitik war immer schon spannend. Meine Arbeit wurde über Jahre hinweg vom verunglückten Landeshauptmann Jörg Haider geprägt, der ein dynamischer und talentierter Politiker war. Durch seine Orientierung in Richtung Bundespolitik waren wir das Landesstudio, das eine Zeit lang die meisten überregionalen Berichte nach Wien geliefert hat. Seit dem Tod Haiders ist das Tempo aus der Kärntner Politik heraußen. Ich denke aber, dass die Landespolitik nicht so schlecht funktioniert, wie sie oft dargestellt wird. Dennoch bin ich der Meinung, dass Politiker nicht bei jeder kleinen Veranstaltung auftreten müssen. Da wird kostbare Zeit vergeudet.

    Rückblickend, was waren bisher die bewegendsten Momente in Ihrer Karriere?

    Audio

    Über seine Arbeit

    DITTMAR: Davon gab es einige. Die Reisen mit Landeshauptmann Jörg Haider in die arabischen Länder sind mir noch gut in Erinnerung. Erlebnisse waren aber auch Tschernobyl oder das Attentat auf Leopold Wagner. Und natürlich waren für mich die ganzen Wahlgänge in dieser Zeit in Kärnten immer eine besonders spannende Sache.

    Man kennt Sie aus Radio und TV. Wie ist Wolfgang Dittmar eigentlich privat?

    DITTMAR: Es ist schwer, sich selbst zu beschreiben. Die Familie und der Beruf, das sind die zwei wesentlichen Bereiche in meinem Leben. Für etwas anderes bleibt da kaum Zeit.

    Dennoch geben Sie bei Ihren Hobbys die Zeitgeschichte an. Mit welchem Thema beschäftigen Sie sich da vorwiegend?

    DITTMAR: Aufgrund meines Berufes liegt mein Augenmerk auf dem 20. Jahrhundert und hier vor allem auf den Kriegsjahren sowie der besonderen Geschichte Kärntens. Ich habe das sozusagen im Eigenstudium nachgeholt.

    Auch zur "Geschichte" gehört Ihr Leben in Feldkirchen, wo Sie einen Teil Ihrer Kindheit verbracht haben. Wie oft kommen Sie noch dort hin?

    DITTMAR: Kaum mehr. Zwar habe ich dort noch eine Tante. Dieser verspreche ich mittlerweile aber auch schon seit Jahren, dass ich sie endlich einmal besuchen komme.

    CHRISTIANE CANORI

    Foto

    Foto © Kleine Zeitung

    Wolfgang Dittmar mit Gespräch mit "Kleine Zeitung"-Redakteurin Christiane CanoriFoto © Kleine Zeitung

    Zur Person

    Name. Wolfgang-Dietrich Alfred Dittmar

    Familienstand. Verheiratet mit Brigitte, zwei Töchter (Katharina und Theresa)

    Aufgewachsen. Dittmar lebte bis zum Alter von acht Jahren in Feldkirchen, jetzt wohnt er mit seiner Familie in Klagenfurt

    Karriere. Studierte Psychologie in Graz, kam 1974 als freier Mitarbeiter zum ORF (Sport-Redaktion), später angestellt und für den Aktuellen Dienst tätig mit Schwerpunkt Politik, ab Mai 1988 "Kärnten Heute"-Moderator, später Sendungsverantwortlicher

    Im Word-Rap

    Drei Worte, die Sie beschreiben . . .gutmütig, konsequent und tolerant

    Ihr erstes Auto?. . . ich glaube, es war ein DKW, ein Zweitakter

    Was bringt Sie auf die Palme?. . . Unehrlichkeit und blöde Ausreden

    Was führt Sie in Versuchung?. . . alle Arten von Produkten der Kärntner Bauern

    Die größte Errungenschaft der Menschheit . . . die Demokratie

    Mein letztes Kompliment machte ich . . .meinen Kollegen, die immer wieder sehr gute Arbeit leisten

    Welche drei Personen würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?. . . meine Frau Brigitte und unsere beiden Töchter Katharina und Theresa

    Ihre Lieblings-Fernsehsendung?. . . Kärnten Heute

    Meine Familie . . .ist die Nummer eins in meinem Leben

    Mehr Feldkirchen

    Mehr aus dem Web

      Bezirkswetter

      • Donnerstag, 02. Oktober 2014
        • Min: 10°C
        • Max: 19°C
        • Nsw.: 35%
        Bewölkt
      • Freitag, 03. Oktober 2014
        • Min: 8°C
        • Max: 19°C
        • Nsw.: 20%
        Wolkig
      • Samstag, 04. Oktober 2014
        • Min: 7°C
        • Max: 19°C
        • Nsw.: 30%
        Wolkig

      Tweets aus der Region

      Babys aus der Region



      Spendenaktion

      KLZ/Susanne Hassler

      Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

      BKS Bank

      IBAN: AT10 1700 0001 0033 7401

      BIC: BFKKAT2K

      BLZ: 17000

      Hochzeiten/Jubiläen

      Leserfotos aus dem Bezirk

      Treten Sie mit uns in Kontakt!

       

      Kärntner des Tages

      Nico Dobnig: Radeln mit Gold-Wadeln
      Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
       
      Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
       

      Events der Umgebung

      Sie kennen ein tolles Event? Empfehlen Sie es uns!

      Newsletter bestellen

      Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

       

      Wien-Angebot

      Wir liefern die Regionen- Ausgabe der Kleinen Zeitung nach Wien.

      Wallpaper

       

      Todesanzeigen

      Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!