Eisiger Koloss hielt der Sonne stand
Die Klimawette ist zu Ende: Am Mittwoch wurde nach vier Monaten der Eisblock am Rauterplatz ausgepackt. 76 Prozent davon waren noch übrig.

Foto © MaierZahlreiche Interessierte verfolgten die Auflösung der Feldkirchner Eisblockwette am Mittwoch auf dem Rauterplatz
Knapp vier Monate lang stand es auf dem Rauterplatz, das kleine, fensterlose Häuschen aus Dämmstoff. Am Mittwoch wurde sein "Bewohner" - oder das, was von ihm übrig blieb - der Öffentlichkeit präsentiert: Der im Februar noch zwei Kubikmeter große Eisblock aus dem Goggausee stellte im Finale der Feldkirchner Eisblockwette anschaulich unter Beweis, was effiziente Wärmedämmung zu leisten vermag.
Polysterolplatten. "Beim Dämmen geht es darum, einen Energiezustand zu konservieren - egal, ob es sich dabei um Kälte oder um Wärme handelt", sagt Christian Salmhofer vom Klimabündnis Kärnten über den Hintergrund der Eisblockwette. In Zusammenarbeit mit der Plattform Nachhaltigkeit Feldkirchen wurde am 19. Februar der Eisblock ausgeschnitten und in ein maßgeschneidertes Häuschen aus 30 Zentimeter dicken Polysterolplatten mit minimaler Wärmeleitfähigkeit "einquartiert". Am Rauterplatz aufgestellt, forderte dieses die Feldkirchner Bevölkerung zum Mittippen auf: Wie viel Eis würde im Juni zum Vorschein kommen?
Erwartungen übertroffen. Die gestern am Vormittag enthüllte Eismasse übertraf die meisten Erwartungen: 76 Prozent des Blocks glänzten in der Junisonne. Laut Salmhofer ein überraschend guter Wert. "Vier Monate ist eine außergewöhnlich lange Zeit. Bei bisherigen Eisblockwetten wurde schon nach kürzerer Zeit und vor Eintreten der richtigen sommerlichen Hitze abgedeckt", so Salmhofer. Das Dämmstoffhäuschen wird nächstes Jahr in Himmelberg aufgestellt - "unter verschärften Bedingungen", wie Norbert Nau von der Plattform ankündigt.











