Ein See mit heilenden Kräften
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde am Haidensee bei Glanegg Heil-Moor abgebaut. Die Moorpackungen wurden auch an Apotheken verkauft.

Foto © SchusserBis zum Zweiten Weltkrieg wurde am Haidensee Heilmoor abgebaut
Der Haidensee in Haidach nahe Glanegg ist gefüllt mit heilsamem Wasser. Denn bis zum Zweiten Weltkrieg wurde dort Moor abgebaut und für Heilbehandlungen verwendet.
Erste Untersuchungen 1932. Der eineinhalb Hektar große See wird ausschließlich über Quellwasser gespeist. "Deshalb auch die Heilkraft. Nachdem diese festgestellt wurde, begann der Abbau im Schilfgürtel im südlichen Bereich des Sees. Erste Untersuchungen wurden laut vorliegenden Schriften im Jahre 1932 durchgeführt", sagt Karl Götzhaber, der mit seiner Frau Dietlind seit 30 Jahren eine Pension am See - der ein Relikt der Eiszeit ist - führt. Der See ist auch im Privatbesitz des Ehepaares. Moorbäder wurden in den Badehütten, wo die Gäste übernachteten, verabreicht. Weitere Moorpackungen wurden verkauft, hauptsächlich an Apotheken. Auf den Packungen gab es einen Original-Stempel vom Haidensee-Moor.
Patentiert. "Bis zum Krieg hin wurde abgebaut, die Badehütten gab es auch ungefähr bis zu dieser Zeit", sagt Götzhaber. Der Moorabbau ist patentiert. Viele Ärzte schicken ihre Patienten auch heute noch immer zur Rehabilitation zum Haidensee. "Das Wasser hilft gegen Gicht, Rheuma, Ischias, Knochenbrüche und Frauenleiden", sagt Dietlind Götzhaber.
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Ebenso lange gab es dort auch die BadehüttenFoto © KK/Privat












