Orchesterakademie im Stift Ossiach: Pool für Musiker am See
Orchesterakademie im Stift Ossiach: Koordinator Michael Fendre zu Finanzen, Details und offenen Fragen.
Karl Löbl brachte es bei der Pressekonferenz auf den Punkt: "Etwas besseres als die Wiener Philharmoniker im Lebenslauf nennen zu können, kann einem jungen Musiker gar nicht passieren."
Orchesterakademie.
Damit könnte auch die Teilnahme an der Orchesterakademie Ossiach (OAO) zur besten Visitenkarte für Jungmusiker werden. Michael Fendre, Koordinator und Organisator der OAO, scheint deshalb auch nicht sehr traurig darüber, dass sein Ursprungskonzept (in der Art: von Kärntnern für Kärntner) mangels Interesse heimischer Institutionen nicht aufgegangen ist. Für ihn ist die OAO eine "Win-win-Situation zwischen Philharmonikern und dem Land Kärnten, wobei der Auszubildende am meisten gewinnt." 450.000 Euro lässt sich das Land die OAO pro Jahr kosten. Von solch fürstlicher Unterstützung können andere Kulturinitiativen nur träumen. Zwei Drittel davon, also 300.000 Euro, sind für Stipendien reserviert und werden nach dem Kulturförderungsgesetz direkt ausgezahlt. 150.000 Euro wandern in die Infrastruktur. Die Miete (Standort der OAO ist die Musikakademie im Stift Ossiach) muss - so Fendre - durch den Konzertbetrieb "erwirtschaftet werden".
Konzerte.
Das sei durchaus in Ordnung: "Die Musiker sollen wissen, dass sie für ihr Glück arbeiten müssen." Dass der Unterricht überwiegend in Wien stattfinden wird, erklärt Fendre so: "Der Unterricht teilt sich in zwei Bereiche." Die Praktika für Oper und Konzert fänden in Wien statt. Logisch: Die Staatsoper lässt sich schwer transferieren. In Ossiach ist alles von solistischer Ausbildung, über Kammerensemble bis zum Symphonieorchester beheimatet. Dazu kommen regelmäßige Konzerte. Nächste Frage: Wenn sich Musiker (Altersgrenze 26 Jahre) mit Video auf der Webseite bewerben können, kann dann auch jeder auf www.oao.at nachschauen, wer sich beworben hat? Laut Michael Fendre stellt man sich eine Internet-Plattform wie "my space" für klassische Musiker vor.
Bewerbungen.
Die Bewerbungen selbst sind nicht einsehbar, allerdings wird "dann transparent sein, wer aufgenommen wurde, wer im erweiterten Pool ist, und warum." Für Studenten, die nicht fix aufgenommen wurden, gibt es im September/Oktober in Ossiach Workshops von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. Das Ossiacher Angebot beinhaltet außerdem Mental- und Motivationskurse, Alexander-Technik (Haltungs- und Bewegungsübungen für Musiker) oder - kommt Fendre auf einen Zusatznutzen der Akademie - auch "Orchestergeist kann man lernen". Die Orchester-










