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Zuletzt aktualisiert: 30.04.2009 um 18:52 UhrKommentare

Am Ossiacher See hat die Jagdsaison begonnen

Heute beginnt mit traditionellem Anfischen am Ossiacher See die Fischerei-Saison. Bis Ende Oktober werden rund 3200 Angler an die 20.000 "Seebewohner" aus dem Wasser ziehen.

Ab Freitag sind am Ossiacher See wieder die Fischer am Werk

Foto © KKAb Freitag sind am Ossiacher See wieder die Fischer am Werk

Am Freitag, genau um 7 Uhr, fällt der Startschuss für die neue Fischereisaison am Ossiacher See. An die 200 Angler werden sich mit Booten auf den See machen, um das traditionelle Anfischen zu gewinnen. Mehr als 3000 Fischer werden - die ganze Saison über - im größten See im Bezirk Feldkirchen ihr "Petri Heil" suchen.

"Am Ossiacher See verzeichnen wir jährlich rund 1200 Jahreskartenbesitzer und etwa 2000 Gastfischer", sagt Kurt Schneider, Obmann des "Fischereivereines Äsche" sowie Revierobmann des Bezirkes. Die meisten dieser Gastfischer bleiben, so Schneider, ein bis zwei Wochen, wodurch das Fischen für die gesamte Region rund um den See auch touristisch relevant ist.

An die 20.000 Fische werden laut Schneider jährlich aus dem Ossiacher See geholt. Manche davon werden lebend wieder zurückgeworfen, der Großteil jedoch mitgenommen und

landet als Trophäe an der Wand oder als Abendessen in der Pfanne. Wer ab heute seinen Angelhaken samt Köder in den Ossiacher See hängen lässt, der könnte die unterschiedlichsten Fische ins Boot holen.

Zander, Wels & Co.

"Hauptsächlich sind Reinanken, Zander, Hecht, Wels und Barsch, aber auch Karpfen und Brachsen im See", so Schneider, der einen Wels mit 16, einen Hecht mit elf und eine Forelle mit sieben Kilogramm zu seinen größten Fängen zählt. Der kapitalste Brocken, der je aus dem fischreichen Ossiacher See geholt wurde, war, so der Revierobmann, ein Wels mit einer Länge von 2,16 Metern und 62 Kilogramm.

Damit den Anglern beim Anfischen im kommenden Jahr auch wieder "Petri Heil" beschert ist, werden heuer, wie jedes Jahr, Jungfische um rund 40.000 Euro in den See gesetzt. Wie viele Stück Neulinge sich um diesen Betrag ausgehen, lässt sich, so Schneider, nur sehr schwer abschätzen.

Welche Arten heranwachsen dürfen, darüber entscheidet der so genannte Konditionsfaktor. Dieser setzt sich aus der Größe und dem Gewicht der gefangenen Fische zusammen. "Wenn ein Art ausgehungert ist, weil sie zu wenig Nahrung findet, dann werden von diesen weniger in den See gesetzt", sagt Gerhard Hold vom "Ossiacher See Fischereiverein", bei dem alle der rund 45 an diesem Gewässer Fischereiberechtigten Mitglied sind.

HANNES STEINMETZ

Fakten

Lage. Der Ossiacher See ist einer der südlichsten Seen in Österreich. Er befindet sich nordöstlich von Villach und südwestlich von Feldkirchen

Der See ist eingebettet zwischen den bewaldeten Steilabfällen der Gerlitzen im Norden und den westlichen Ausläufern der Ossiacher Tauern im Süden

Größe. An seiner tiefsten Stelle ist er 52 Meter tief und mit seinen 10,5 Quadratkilometern der drittgrößte See Kärntens

Population. Im Ossiacher See tummeln sich Friedfische wie Karpfen, Brachsen, Schleien und Reinanken sowie Raubfische wie Zander, Hecht, Wels und Barsch. Die "klassische" Forelle kommt nur sehr vereinzelt vor

Fangquote. Jährlich werden rund 20.000 Fische aus dem Ossiacher See gezogen

Fischereisaison. Die Hauptsaison beginnt am 1. Mai und endet mit Ende Oktober

Anfischen. Dieser traditionelle Saisonauftakt beginnt heute um 7 Uhr. Ab 13 Uhr werden dann die gefangenen Fische vermessen und gewogen. Anschließend wird der Sieger des Anfischens gekürt

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